Redaktion vor Ort - nachgehakt RHEINPFALZ Plus Artikel Einsiedlerhof: Bürgerin kritisiert Bahnhofsumfeld, Stadtverwaltung stimmt ihr zu

Das frühere Bahnhofsgebäude ist an eine Privatperson verkauft worden. Das Gelände links davon soll zu einer öffentlichen Grünflä
Das frühere Bahnhofsgebäude ist an eine Privatperson verkauft worden. Das Gelände links davon soll zu einer öffentlichen Grünfläche werden.

Das Bahnhofsumfeld auf dem Einsiedlerhof ist ein Dauerbrennerthema. Bei der „Redaktion vor Ort“ hatte Heidi Keilhauer den RHEINPFALZ-Stand am Bürgerhaus besucht und berichtet, dass es dort „aussieht wie an einer Müllhalde“. Damit ist auch die Stadtverwaltung nicht zufrieden, wie sie auf Anfrage mitteilt: „Die Situation ist kompliziert und unbefriedigend.“

Statt ein einladendes Tor zum Ortsteil sei der Bahnhof auf dem Einsiedlerhof ein Schandfleck, moniert Einwohnerin Heidi Keilhauer: „Es kriegt niemand fertig, hier mal mit der Bahn zu sprechen, und auch der Käufer des Bahnhofgebäudes hat offenbar kein Interesse, die Situation zu verbessern.“ Keilhauer hat eine Idee, wie Bewegung in das Thema kommen könnte: „Vielleicht will die Ministerpräsidentin, Malu Dreyer, ja mit der Bahn zur Eröffnung des Batteriezellwerks anreisen?“ Dann würde dort sicher für Ordnung gesorgt.

Auch im Rathaus sei man bei dem Thema befasst, versichert ein Sprecher der Verwaltung: „Die Situation ist kompliziert und unbefriedigend.“ Es handelt sich um zwei Flächen: Das ehemalige Bahnhofgebäude mit dem dazugehörenden Grundstück an der Weilerbacher Straße (was als Bahnhofsvorplatz empfunden werde) wurde von zuständigen Bahnvertretern an eine Privatperson verkauft. Zum Zeitpunkt des Verkaufs des Bahnhofgebäudes waren jedoch aus der Sicht der Stadtverwaltung formelle Fragen, wie die komplette Freistellung (Freigabe) des Gebäudes und des unmittelbaren Umfelds von Bahnbetriebszwecken, nicht final geklärt. Erst bei der Freistellung von Gebäuden und Grundstücken ist die Stadt üblicherweise baurechtlich handlungsbefugt.

Stadtsprecher: „Wir bedauern diese Entwicklung sehr“

Zwischenzeitlich hätten die zuständigen Bahnvertreter erklärt, dass eine komplette Freistellung von Bahnbetriebszwecken für das ehemalige Bahnhofgebäude und des unmittelbar dazugehörigen Umfelds aus technischen beziehungsweise strategischen Gründen nicht möglich sei, aber aus der Sicht der Bahn dennoch das Baurecht von der Stadt gestaltet werden könnte. „Zu diesen rechtlich sehr komplexen Fragestellungen finden derzeit Abstimmungen in der Stadtverwaltung und mit weiteren Baurechtsbehörden statt“, sagt der Pressesprecher.

Die östlich an das Bahnhofgebäude mit seinem dazugehörenden Grundstück angrenzende langgestreckte Teilfläche (Richtung Jacob-Pfeiffer-Brücke) sollte im Rahmen des Städtebauförderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ KL-Einsiedlerhof von der Stadt angekauft, überplant und als Grünfläche genutzt werden. Das Bebauungsplanverfahren für das gesamte Bahnhofareal entlang der Weilerbacher Straße kann aber derzeit nicht weitergeführt werden, weil die zuständigen Bahnvertreter den ursprünglich vorgesehenen Verkauf der Fläche gestoppt haben und derzeit nicht weiter betreiben. Dadurch kann auch die Gestaltung dieser Fläche zur Zeit nicht, wie im Stadtentwicklungskonzept geplant, umgesetzt werden. „Wir bedauern diese Entwicklung sehr“, betont der Sprecher und ergänzt: „Solange das Gelände in Bahn- beziehungsweise Privatbesitz ist, haben wir keinen Einfluss auf die Gestaltung. Zumindest nicht, solange keine Gefahr von dem Gelände ausgeht.

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