Kaiserslautern Einmal mehr auf dem Podium

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Einmal mehr seit 2007 haben das Lauterer Union Studio für Filmkunst sowie das Enkenbacher Provinzkino preisgekrönt das Podest der Kinoprogrammpreisverleihung verlassen. So geschehen bei der 24. rheinland-pfälzischen Veranstaltung, die jüngst in Simmern über die Bühne ging. Ein Gespräch mit den Kinomachern Stefan Sprengart und Ursula Simgen-Buch über Leben und Passion in und für die Kinowelt.

Gehen wir sogleich in Medias Res der diesjährigen Erfolgsbilanz: Von 21 Programmkinobewerbern erhielten 18 Häuser eine Auszeichnung. Davon ging in der Kategorie Allgemeines Filmprogramm der zweite Hauptpreis an das Union und der siebte an das Provinz. In den beiden Sonderpreiskategorien Kinder- und Jugendfilm sowie Kurzfilm räumten in erster Sparte das Provinz den ersten und das Union den dritten sowie in zweiter das Union den ersten und das Provinz den fünften Platz ab. Diese Auszeichnungen ist der Lohn für Einstellung und Einsatz der Kinomacher sowie eine Orientierung für die Besucher. Seit 2007 erhält das Traditionskino regelmäßig Auszeichnungen für ein herausragendes Jahres-, Dokumentar-, Kurz-, Kinder- und Jugendfilmprogramm sowohl auf regionaler wie auch auf bundesweiter Ebene. Dahinter stehen neben Kennern des Metiers passionierte Cineasten. Eine Kombination, die sich zudem mit unterschiedlichen Schwerpunkten auf die Mitarbeiter der Crew verteilt. So steht beispielsweise Ursula Simgen-Buch für das Kinder- und Jugendprogramm, während Jörg Jacob das Kurzfilmprogramm erfolgreich betreut. In der allgemeinen Kategorie gilt es, die Programmvielfalt von Arthouse-Sektor bis zur regionalen, sozialen und kulturellen Thematik zu bedienen. Sprengart favorisiert den europäischen Autorenfilm, und davon sind derzeit einige derart bedeutsame Themen angesagt, so dass diese etwa mit „Im Labyrinth des Schweigens“ und – bereits preisgekrönt – „Der Staat gegen Bauer“ den Schwerpunkt des Monats Oktober ausmachen. Ende November kommt mit „Ewige Jugend“ ein Paolo Sorrentino-Werk mit Michael Caine und Harvey Keitel auf die Leinwand, das zwar ein Senioren-Thema behandelt, jedoch die künstlerischen Aspekte favorisiert. Eine Auswahl wie diese den Kinogängern anzubieten, passiere, so Sprengart, ausschließlich nach eigenen Kriterien und Überzeugungen: „Sich nach einer möglichen Preisverleihung ausrichten zu wollen, funktioniert nicht.“ Im Gegenteil. Die Kinomacher der Provinzkino 80 Programmgesellschaft fahren für mehrere Tage beispielsweise auf Filmfestivals und -messen, sitzen in Berlin, Hamburg oder Leipzig stundenlang, um wenigstens 20 Vorführungen natürlich bis zur letzten Minute anzusehen, nur um sich ein eigenes Urteil zu bilden. „Rezensionen gegenüber sind wir eher misstrauisch.“ Ein Blick in die Kinolandschaft an sich stimmt den Geschäftsführer äußerst positiv: „Derzeit erlebt der Film Höhenflüge. Besonders deutsche Produktionen liegen im Trend. Das hat die Kinowelt besonders Til Schwaiger zu verdanken.“ Anfang Dezember ist der Termin für die Preisverleihung auf Bundesebene in Dresden. Die Bewerbung des Lauterer und Enkenbacher Hauses ist beschlossene Sache.

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