Kaiserslautern Einmal gespielt und zweimal verloren

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In der als Liga- und Pokalspiel gewerteten Partie beim SC Neustadt II mussten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs die erwartete Niederlage hinnehmen. Mit 5:8 (2:1/2:1/0:4/1:2) hielt diese sich jedoch in Grenzen und es war mehr drin für die Lauterer. Positiver Nebeneffekt: Der Einzug ins Pokal-Halbfinale ist dem KSK schon jetzt sicher.

Trotz der vor Spielbeginn erwarteten Außenseiterrolle waren die Lauterer Krokodile am Ende doch enttäuscht. Nach den verletzungsbedingten Absagen von Dirk und Bernd Feddeck fuhren sie nur zu zehnt an die Weinstraße, darunter diverse Akteure, denen die Erkältungswelle der vergangenen Woche noch in den Knochen steckte. Trotzdem schafften es die Gäste lange Zeit, die Partie offen zu gestalten. Ein Grund dafür war auch darin zu sehen, dass die Gastgeber angesichts des dünnen Lauterer Kaders freiwillig auf ihre ausländischen Cracks verzichteten und stattdessen auf Eigengewächse setzten – gespickt mit bundesligaerfahrenen Spielern. Die Lauterer spielten taktisch clever, machten die Räume eng und nahmen den Neustadtern frühzeitig den Wind aus den Segeln. So entwickelte sich eine schwimmintensive Partie, die jedoch nur wenige hochkarätige Torchancen aufwies. Eine davon verwandelte der SCN in der Anfangsphase zum 1:0. Nach einer Hinausstellung gegen Neustadt war es dann Frederik Ramthun, der den Ausgleich erzielte und nur kurz darauf sorgte Stefan Raspudic für das durchaus überraschende 2:1 für die Kaiserslauterer Gäste. Dass diese Führung auch zur Halbzeit noch Bestand hatte, war wiederum dem enorm stark agierenden Spielertrainer Raspudic zu verdanken, der nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich mit einem Doppelpack für das 4:2 sorgte. Auf der anderen Seite machte die sehr konzentrierte Lauterer Abwehr um den glänzend aufgelegten Torhüter Frank Dick Neustadt weiter das Leben schwer. Nach dem Seitenwechsel ließen die Kräfte der angeschlagenen Krokodile merklich nach, doch sie hielten den Meister zunächst weitestgehend in Schach. Der Neustadter Schlussmann, die Torlatte oder der überhastete Abschluss standen bei dem Versuch im Weg den knappen KSK-Vorsprung nach dem zwischenzeitlichen 3:4 für Neustadt auszubauen. Noch in Führung liegend verließ die Krokodile die Konzentration und zwei überflüssige Ballverluste im Mittelfeld und eine Hinausstellung führten innerhalb von 110 Sekunden zu drei Treffern (6:4). Mit der Vorentscheidung zum 7:4 ging es zu Beginn des Schlussviertels ähnlich weiter. Neustadt wechselte von nun an durch – und ließ für die restliche Spielzeit mindestens eine Dame im Wasser. Darauf hatte auch schon der KSK gebaut, der es nicht mehr schaffte, das Ruder rumzureißen. Ulf Feddeck traf zum 5:8-Endstand. Der KSK rutschte durch die Niederlage in der Liga auf Platz sieben, während der SC Neustadt II mit dem Tabellenführer WSV Ludwigshafen II gleich zog. Für die Dreiergruppe im Pokal-Viertelfinale hatte das Ergebnis aus Sicht des KSK allerdings einen positiven Effekt: Nach dem 18:8 gegen den SSV Trier haben sie mindestens den zweiten Platz und somit den Einzug ins Halbfinale sicher. (sts) So spielten sie Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Attila Chouchan, Stefan Raspudic (3), Melanie Keller, Johannes Bröhl, Karsten Schöniger, Stefan Stranz, Anita Raspudic, Frederik Ramthun (1)

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