Kaiserslautern Einmal durchatmen

Die SG Eintracht Kaiserslautern hat sich im Abstiegskampf der Fußball-Bezirksliga Westpfalz etwas Luft verschafft. Auf eigenem Platz gelang gestern ein klares 5:1 (2:1) gegen den VfB Reichenbach.
„Der Sieg war überlebenswichtig. Ich bin zufrieden, vor allem mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben. So muss man im Abstiegskampf auftreten“, sagte ein zufriedener Eintracht-Trainer Robert Ratkovski.
Die erste Chance nach ausgeglichener Anfangsviertelstunde hatten die Gäste aus Reichenbach. Kai Peter wurde von einem Abwehrspieler angeschossen, der Abpraller geriet zu einem gefährlichen Torschuss, den Torhüter Patrick Weigand nur mit Mühe abwehren konnte. Auch der Nachschuss von Christian Blauth war nicht ungefährlich (16.).
Die SG Eintracht warf gegen die im ersten Abschnitt gut umschaltenden Reichenbacher ihre Qualitäten bei Standardsituationen in die Waagschale. Zunächst scheiterte Sebastian Lensch nach einer Ecke von Tim Zimmermann noch an Reichenbachs Torhüter Michael Kauf (17.). Im zweiten Versuch machte es Lensch besser. Diesmal nickte der Mittelfeldspieler den Ball zum 1:0 in die Maschen.
Zwei Minuten später hätte es fast wieder im Reichenbacher Tor geklingelt. Abwehrspieler Steffen Schäfer leistete sich einen fatalen Rückpass. Eintracht-Torjäger Marcel Heidenreich spritzte dazwischen und wollte Tim Zimmermann bedienen, Peters konnte im letzten Moment retten. Erneut nach einer Standardsituation fiel das 2:0. Oliver Gies hämmerte den Ball volley aus gut 20 Metern ins Netz. Ein sehenswertes Tor des gelernten Stürmers (20.).
Es dauerte aber nur fünf Minuten, bis Reichenbach den Anschlusstreffer schaffte. Die Eintracht war in der ersten Hälfte anfällig bei Steilpässen in die Spitze. Der schnelle Christian Blauth stieß in die Lücke und wurde von Florian Adner unfair gebremst. Der Foulelfmeter, den Peters verwandelte, war vertretbar (25.).
Nach der Pause erwischte die Eintracht wieder den besseren Start. Im ersten Abschnitt noch etwas unsicher, wenn Reichenbach schnell umschaltete, standen die Grün-Weißen jetzt hinten bombensicher. Und die Lauterer konterten brandgefährlich. Nach einem langen Ball tauchte Florian Gehm frei vor dem Reichenbacher Tor auf. Anstatt selbst abzuschließen, wollte Gehm den mitgelaufenen Heidenreich bedienen. Das Zuspiel geriet aber zu ungenau.
Die Eintracht war jetzt gegen immer schlechter verteidigende Reichenbacher am Drücker. Gehm legte von der Grundlinie für Ronnie Heinrich auf, der problemlos zum 3:1 einnetzen konnte (60.). Eine Minute später machte Torjäger Marcel Heidenreich den Doppelschlag perfekt. Über die Stationen Lensch und Gehm kam der Ball zu Heinrich, der nur den Pfosten traf. Heidenreich staubte zum 4:1 ab (61.). Reichenbach wurde nun klassisch ausgekontert. Einen erneuten Überzahlangriff vollendete Florian Gehm auf Vorlage von Ronnie Heinrich zum 5:1-Endstand (64.). Danach vergab die Eintracht noch weitere gute Tormöglichkeiten.
„Wir haben defensiv hervorragend gestanden und unsere Stärken in der Offensive ausgespielt“, so Spielertrainer Oliver Gies. „Peinlich, enttäuschend und mit fünf Toren am Ende noch gut bedient“, befand Reichenbachs Spielertrainer Steffen Gravius.