Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Eine halbe Stunde reicht Steinwenden gegen Steinbach zum Sieg

David Höft (rechts) war mit zwei Toren gleich doppelt am 3:0-Sieg des SV Steinwenden gegen den TuS Steinbach beteiligt.
David Höft (rechts) war mit zwei Toren gleich doppelt am 3:0-Sieg des SV Steinwenden gegen den TuS Steinbach beteiligt.

Der SV Steinwenden hat sein Heimspiel in der Verbandsliga gegen den TuS Steinbach mit 3:0 gewonnen. Nach frühen Gegentoren steigerte sich Steinbach in der zweiten Halbzeit, blieb aber zu harmlos und verlor deshalb verdient.

Der SV Steinwenden hatte den Punktgewinn in Rüssingen unter der Woche mit vier ohne gegnerisches Verschulden verletzten Spielern teuer bezahlt. Am schwersten hatte es Torhüter Jannik Even und Alex Velikov getroffen, die längere Zeit ausfallen werden. Trainer Daniel Meisenheimer setzte auf Roberto Bana im Tor. Dieser ist eigentlich Torhüter der A-Klasse-Mannschaft, hatte aber zuletzt im Pokal die Chance genutzt, um auf sich aufmerksam zu machen. „Wir haben drei gleich starke Torhüter. Roberto hat seine Sache im Pokal gut gemacht und deshalb belohnen wir ihn jetzt für seine Leistung“, begründete Meisenheimer seine Entscheidung.

Steinwenden bestimmte klar die Anfangsphase des Spiels und ging nach 21 Minuten in Führung. David Höft traf mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0. Nur fünf Minuten später erzielte André Forsch mit einem Lupfer über den Torhüter das 2:0. In der 29. Minute schien das Spiel für Steinbach bereits gelaufen, als erneut Höft aus ganz spitzem Winkel zum 3:0 traf. Wie bereits beim 1:0 hatte ein unaufmerksamer TuS-Abwehrspieler die Abseitsfalle aufgehoben. „Wir haben das Spiel selbst innerhalb von zehn Minuten hergeschenkt. Wir wollten kompakt stehen. Durch die individuelle Fehlerkette bei den Toren haben wir das nicht geschafft“, kritisierte TuS-Trainer Christoph Heinrich nach dem Spiel diese Szenen.

Steinbach wacht spät auf

Der TuS hatte erst in der 42. Minute die erste ernsthafte Aktion. Einen gefährlichen Freistoß von Jonas Krautschneider konnte SVS-Torhüter Bana gerade noch zur Ecke lenken. Dass trotzdem nach dem Spiel der Gäste-Trainer zufriedener mit dem restlichen Spiel war als der Trainer des Siegers war dem Verlauf in der zweiten Halbzeit geschuldet: „Wir haben in der zweiten Halbzeit ein deutlich anderes Gesicht gezeigt. Wir haben einiges angepasst und waren besser im Spiel. So würde ich mein Team gerne über 90 Minuten sehen“, sagte Heinrich.

Nach der Pause kam Steinbach wesentlich besser ins Spiel. Die TuS-Abwehr hatte sich auf den SVS eingestellt und Steinbach setzte nun auch mehr Akzente in der Offensive. Fast wäre dies in der 73. Minute mit dem Anschlusstreffer belohnt worden, doch Jonas Heinz klärte einen Schuss von Krautschneider in letzter Sekunde auf der Torlinie. SVS-Trainer Meisenheimer war trotz des Ergebnisses nicht zufrieden: „Das Spiel war in Halbzeit zwei für uns zum Vergessen und wir sind froh, dass wir das irgendwie über die Zeit geschaukelt haben“, lautete sein Kommentar.

Glücklicher Torhüter-Debütant

Steinwenden kam lediglich zu einer Doppelchance. In der 78. Minute scheiterte Anton Artemov nach einem Alleingang an Torhüter Klaus Jürgen Siebecker und kurz darauf verfehlte David Höft mit einem gefährlichen Kopfball knapp das Tor. Am Schluss freute sich ein überglücklicher SVS-Torhüter Bana über seine Bewährungschance: „Für mich war es heute perfekt. Ich bin so froh, dass mir in dieser hohen Spielklasse vom Trainer das Vertrauen geschenkt wurde und ich dann auch noch zu Null spielen und das Vertrauen zurückzahlen konnte.“

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