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Eine eingeschworene Gemeinschaft
Für die Roten Teufel bedeutete das zum Abschluss der Saison 2019/20 den neunten Tabellenplatz. Die Lauterer holten in 19 Spielen 19 Punkte und gehen damit nächste Saison in ihre fünfte aufeinanderfolgende Spielzeit in Deutschlands höchster Spielklasse für A-Junioren. Marco Laping nimmt sich nach drei Jahren als Trainer der U19-Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern eine Auszeit und wird kommende Saison durch Oliver Schäfer ersetzt. „Wir haben hier in den letzten drei Jahren alle Ziele erreicht und immer den Klassenerhalt geschafft. Und das, obwohl wir im Vergleich zu anderen Vereinen nie einen Cent für neue Spieler ausgegeben haben“, erklärte Laping stolz.
Mit Mentalität und Leidenschaft
Auch in der vergangenen Spielzeit hat er zusammen mit seiner Mannschaft Großes geleistet. „Wir hatten dieses Jahr eine Truppe, die mit Sicherheit nicht den schönsten Fußball gespielt hat. Dafür war die Mannschaft aber in puncto Wille, Mentalität und Leidenschaft überragend. Die Jungs haben in jeder Trainingseinheit eine unglaubliche Intensität an den Tag gelegt und immer wieder verdeutlicht, dass sie eine eingeschworene Einheit waren“, beschrieb Laping die Stärken seiner Schützlinge. Auch wenn es dieses Jahr aufgrund des Coronavirus ohnehin keinen Absteiger gegeben hätte, ist sich Laping sicher, dass seine Jungs das Ziel „Klassenerhalt“ auch unter normalen Umständen erreicht hätten. „Wir sind gut aus der Winterpause gekommen und haben ansprechende Leistungen gezeigt. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass wir mit solchen Auftritten noch die nötigen Punkte geholt hätten“, so Laping, der sich gerne an die erste Partie nach der Winterpause erinnert. „Da haben wir beim FC Bayern ein richtig starkes Spiel gezeigt. Zwar mussten wir uns am Ende mit 1:2 geschlagen geben, aber wir boten den Bayern über 90 Minuten Paroli. Obwohl sie einige Spieler auf dem Rasen hatten, die im Laufe der Runde auch schon beim FC Bayern II in der Dritten Liga für Furore sorgten.“
Extreme Nervenstärke gezeigt
Zwei Wochen später zeigten die Roten Teufel ihre beste Saisonleistung. Beim Auswärtsspiel in Freiburg kam man durch den Treffer von Shawn Blum zum hochverdienten 1:0-Sieg. Ansonsten zeigte Kaiserslautern besonders gegen die direkte Konkurrenz extreme Nervenstärke. So konnte man gegen die Abstiegsaspiranten Ulm, Kickers Offenbach und Greuther Fürth zwölf von 15 möglichen Zählern einfahren. „Es war auch dieses Jahr unterm Strich eine brutal erfolgreiche Saison. Wir waren nie auf einem Abstiegsplatz und haben einige Jungs in ihrer Entwicklung einen Schritt nach vorne gebracht“, so Laping. Zu diesen Spielern gehören auch vier externe Neuzugänge, die vor der Saison in die Pfalz kamen. So entwickelten sich Kapitän Robin Kölle, Fynn Kleeschätzky, Tom Woiwod und Andi Brahaj zu richtigen Führungspersönlichkeiten. Sie alle werden in der kommenden Spielzeit eine Etage höher, bei der U21 des 1. FC Kaiserslautern, zum Einsatz kommen.
Was dem FCK sowohl in dieser als auch in der vorherigen Saison fehlte, war ein echter Mittelstürmer. „Tom Woiwod und Marcel Mansfeld haben extrem viel für das Team gearbeitet. Vielleicht hat ihnen auch deshalb etwas die Ruhe im Abschluss gefehlt“, zeigte sich Laping angesichts der mauen Torjägerausbeute verständnisvoll. „Es ist der Truppe hoch anzurechnen, dass sie auch dieses Jahr wieder absolut konkurrenzfähig war und gegen die besten Teams im Juniorenbereich dagegengehalten hat. Wenn man dann noch bedenkt, dass wir in etlichen Spielen fünf bis sechs Spieler des jungen Jahrgangs auf dem Platz hatten, ist das Ganze noch höher einzustufen. Dies ist bei den meisten anderen U19-Mannschaften nämlich nicht der Fall. Sie spielen in der Regel überwiegend mit ihrem alten Jahrgang“, zollte Laping noch einmal seiner Mannschaft höchste Anerkennung.