Kaiserslautern Eindringlicher Appell: Opfer nicht vergessen

„Erst brannten die Synagogen, dann brannten Menschen, dann brannte Europa.“ Mit einem eindringlichen Appell, die Opfer und deren Leiden niemals zu vergessen, wandte sich Walter Warstat, Vorsitzender der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten, Kreisgruppe Kaiserslautern, gestern Abend an zahlreiche Besucher, die sich am Synagogenplatz anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht versammelt hatten. Warstat sprach von einem staatlich organisierten Terrorismus, der in der Nacht vom 9. auf den 10. November begann. Detlef Besier, Pfarrer für Frieden und Umwelt der Evangelischen Kirche der Pfalz, verwies auf Kaiserslauterer „Schulen ohne Rassismus“ und würdigte deren Grundhaltung, sich gegen Populismus zu wehren und nicht Hass- und Hetzparolen aufzusetzen. Den Jahrestag der Reichskristallnacht bezeichnete er als ein Gegengewicht, sich einer Egalhaltung vieler Zeitgenossen widersetzen.