Kaiserslautern Ein zwangloses Sportereignis ganz ohne Zeitmessung

91-71981398.jpg

Laufen für den guten Zweck, das war die Motivation, mit der rund 85 Sportler am Sonntag bei der siebten Auflage des Erlenbacher Strahlesellaufs an den Start gingen. Auf den sechs, zehn und 15 Kilometer langen Waldstrecken hat der Förderverein des Fußballclubs Erlenbach von Joggen bis Wandern jeden Laufsport erlaubt und somit erneut ein zwangloses Sportereignis für Jedermann ausgerichtet.

Ein lauter Schuss ohne viele Worte und schon verschwinden die Teilnehmer im Wald. Zwischen den Lauf- und Wanderschuhen blitzen auch Nordic-Walking-Stöcke hervor. So werden viele Sportarten in den Lauf integriert. Der Integrationsgedanke spielt allerdings auch anderweitig eine Rolle: „Laufen, Bewegen, etwas Gutes tun, das ist unser Motto“, erklärt der Organisator und Vorsitzende des Fördervereins, Sascha Franzreb. „Der FC sowie der Förderverein sind auf soziale Zwecke ausgerichtet. Die Jugend ist auch für Kinder aus sozialschwachen Familien und Asylbewerber geöffnet, aber allein können wir leider nicht alles stemmen. Der Erlös aus dem Lauf hilft uns.“ Gabriele Korn, ebenfalls Vorstandsmitglied, ergänzt: „Wir möchten auch, dass die Leute Spaß an Bewegung haben. Das heute ist kein Volkslauf, eher ein sportlich ambitionierter Lauf für Jedermann.“ Dabeisein ist alles, aus diesem Grund findet der Wettkampf auch ohne Zeitmessung statt. Dementsprechend friedlich ist die Stimmung zu Beginn, dementsprechend wohlwollend gönnt ein Läufer dem anderen seine Leistung. Das Ganze findet fast ausschließlich auf Waldboden statt. Mit aufwendiger Beschilderung und zwei Verpflegungsstationen auf dem Weg unterstützen die etwa 20 ehrenamtlichen Helfer die Sportler. Davon angetrieben dauert es nicht lang, bis der erste von ihnen das Ziel erreicht. Zoufiné Baré ist sein Name. „Ich habe von Freunden von dem Lauf gehört und dachte, den gewinne ich mal.“ In den vergangenen Jahren habe es für den Sieg nicht ganz gereicht, heute schon. „Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden, aber es war auch einfach ein schöner Lauf bei dieser angenehmen Herbstluft.“ Kurz nach ihm folgen Daniel Zepp und Lennard Rüßner, zwei sehr junge Läufer. Beide sind Mitglied der Jugend des FC Erlenbach und ähnlich begeistert wie Baré: „Die Strecke war schwierig, die Schlussphase mit dem Berg hart.“ Nichtsdestotrotz fällt der Andrang auf die Startnummern geringer aus, als die Erlenbacher es gewohnt sind. „Im Durchschnitt gehen 150 Läufer an den Start, und das sogar bei deutlich schlimmerem Wetter als heute. Trotzdem geben sich alle viel Mühe und auch ohne Zeitmessung gibt mindestens die Hälfte der Sportler Jahr für Jahr richtig Gas“, so das Fazit von Korn. (saze)

x