Kaiserslautern Ein Ziel, zwei Veranstaltungen
Mit zwei Veranstaltungen – eine in Kaiserslautern und eine an der US-Airbase in Ramstein – begeht die Friedensinitiative Westpfalz am Samstag ihren Ostermarsch gegen Atomwaffen und militärische Gewalt.
„In Zeiten, in denen die Politik immer weniger auf Diplomatie setzt und immer mehr mit dem Einsatz von Militär droht, ist unser Engagement notwendiger und aktueller denn je“, begründet der evangelische Pfarrer Detlev Besier die Doppel-Aktion. In Kaiserslautern treffen sich die Ostermarschierer bereits am Samstag um 10 Uhr morgens auf dem Philipp-Mees-Platz in der Nähe des Hauptbahnhofs, unmittelbar vor dem Polizeipräsidium. Von dort aus geht die innerstädtische Demonstration zum Stiftsplatz, wo eine Kundgebung mit politischen und kulturellen Beiträgen stattfindet. Auf politisch prominente Redner haben die Friedensfreunde in diesem Jahr verzichtet, die Hauptrede hält voraussichtlich gegen 11 Uhr der ehemalige evangelische Schulpfarrer Wolfgang Kohlstruck. Nachdem diese Lauterer Kundgebung um die Mittagszeit endet, dürften sich die meisten Teilnehmer mit der S-Bahn auf den Weg nach Ramstein-Miesenbach machen. Dort treffen sich die Ostermarschierer um 13 Uhr gemeinsam mit den Mitgliedern der Gruppe von Angehörigen zu einem Friedensgebet am Gedenkstein für die Opfer der Flugzeug-Katastrophe vom 28. August 1988. Auch hier will die Friedensinitiative Westpfalz auf große politische Aktionen verzichten, obwohl sich das Unglück von Ramstein in diesem Jahr zum 30. Mal jährt: „Wir wollen es den Angehörigen der Opfer überlassen, in welcher Form sie ihrer Trauer Ausdruck verleihen“, erklärt Detlev Besier. Gleichwohl hoffen die Mitglieder der Friedensgruppe auch in diesem Jahr auf die Teilnahme zahlreicher Menschen an den österlichen Aktionen: „In der Region um Kaiserslautern konzentrieren sich wichtige Einrichtungen der NATO und der USA, unter anderem die Airbase Ramstein“, heißt es in ihrem Aufruf: „Fluglärm und das Ablassen von Treibstoff benachteiligen und bedrohen die Westpfalz schon heute. Aber eine kriegerische Auseinandersetzung schafft immer nur neue Kriege und neue Gewalt. Dagegen müssen wir uns gemeinsam zur Wehr setzen.“