Kaiserslautern Ein Ruheständler mit Zeit für den FCK
Bei ihm steht der 1. FC Kaiserslautern täglich auf der Tagesordnung. Ottmar Frenger, Aufsichtsratsmitglied des Fußball-Zweitligisten, hat jetzt sogar mehr Zeit als früher, um sich um den Verein zu kümmern. Seit 1. Februar ist er im Ruhestand.
In der RHEINPFALZ-Sommerredaktion erzählt er, dass er mit seinem Wechsel in den Ruhestand bisher ganz zufrieden ist. „Es war eine geringere Umstellung als erwartet“, sagte Frenger, der im August 66 wird und nunmehr auch stolzer Besitzer einer Busseniorenkarte ist, die er auch häufig nutzt. Frenger arbeitete als Personalreferent bei der US-Luftwaffe in Ramstein. 35 Jahre war er für die US-Streitkräfte tätig. Seine Dienstreisen führten ihn durch ganz Europa und in die USA. Frenger ist eine Institution im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern. Seit 2004 gehört er ununterbrochen dem Kontrollorgan des Vereins an. Er hat Höhen und Tiefen erlebt. 53 Jahre ist er aktives Mitglied beim FCK. Er begann mit dem Fußballspielen in der D-Jugend des Vereins, am 1. April 1964. Über die A-Jugend und die Junioren führte ihn sein sportlicher Weg bis zu den Amateuren. Sein Fußballsachverstand brachte ihm jetzt einen Sitz im Sportrat ein, in dem er zusammen mit Chefscout Boris Notzon, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums, Manfred Paula und dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden und früheren FCK-Profi Mathias Abel vorübergehend die Transferpolitik managt, nachdem Sportdirektor Uwe Stöver seinen Dienst quittiert hat. Für Frenger steht der FCK einmal mehr vor einem personellen Umbruch, nachdem viele Spieler den Verein verlassen haben. Eine Reihe von Neuzugängen hat es bereits gegeben. Gleichwohl: Auf der Wunschliste hat Frenger noch so einiges für die neue Saison. „Wir suchen einen starken Sechser, der Mann vor der Abwehr. Wir suchen einen Achter, der zwischen Mittelfeld und Sturm die Fäden zieht. Wir suchen einen Stoßstürmer, der für 15 bis 20 Tore in der Saison gut ist.“ Frenger weiß, dass gute Stürmer dünn gesät und vor allem nicht billig sind. Ganz wichtig ist Frenger, dass es dem FCK gelingt, den brasilianischen Abwehrchef Ewerton, ausgeliehen von Sporting Lissabon, in Kaiserslautern zu halten. Nur: Er ahnt, dass es teuer wird. In guten Händen weiß das Aufsichtsratsmitglied die Mannschaft bei Trainer Norbert Meier. „Es ist ein erfahrener Trainer“, erinnert er an seine Erfolge mit Fortuna Düsseldorf, die er aus der Dritten Liga bis in die Bundesliga führte. Frenger setzt auch darauf, dass Meier nun die Chance besitzt, die komplette Vorbereitung für die Saison zu absolvieren, nachdem er mitten in der Saison kam. Frenger hofft auf einen vernünftigen Start des FCK in die neue Saison der Zweiten Liga. Sie sei ausgeglichener denn je, erklärte er in der Sommerredaktion. Mindestens zehn Vereine würden um die ersten Plätze spielen. Eine breite Lanze brach Frenger für die U23, die aus der Regionalliga abgestiegen ist und nunmehr in der Oberliga spielt. „Es ist sehr wichtig, dass wir sie haben“, verdeutlichte er die Funktion der Mannschaft als Sprungbrett in die Lizenzspielermannschaft. Ist ihr unmittelbarer Wiederaufstieg programmiert? Frenger will den Start der Mannschaft in die Saison abwarten, dann sehen, wohin die Reise geht. „Es wäre vermessen zu sagen, sie müsse wieder aufsteigen.“