Kaiserslautern Ein Doppelpack in letzter Minute

Dank zweier Treffer in den letzten 45 Sekunden haben sich die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs vorzeitig für die Oberliga-Runde qualifiziert. Beim 6:4 (1:1/1:1/1:2/3:0) gegen den ersatzgeschwächten SC Poseidon Worms konnten sie lange Zeit aus drückender Überlegenheit kein Kapital schlagen, bewiesen nach Rückstand aber Moral und verdienten sich damit das glückliche Ende.
Es hätte ein geruhsamer Nachmittag für die Krokodile werden können, hätten sie an das angeknüpft, was sie zu Beginn zeigten. Schon der erste Angriff war mustergültig: Frederik Ramthun gewann das Anschwimmen, setzte sich kurz darauf gegen seinen Gegner durch und war nur durch ein hinausstellungsreifes Foul zu bremsen. Die Überzahl nutzte er nach feinem Anspiel selbst zum 1:0 – da waren gerade 22 Sekunden vorbei. Im Folgenden hatten die Lauterer weitere gute Möglichkeiten, den Vorsprung auszubauen, scheiterten aber am Gebälk oder am Wormser Torhüter. Die Gastgeber kamen nicht damit zurecht, dass der KSK den Poseidon-Center mit einer Doppeldeckung bedachte und konnten keine Akzente setzen. Mitte des Viertels brachte dann allerdings eine Hinausstellung wegen eines Wechselfehlers den Knacks ins Lauterer Spiel. Worms glich zum 1:1 aus, und fortan lief bei den Krokodilen kaum noch etwas zusammen, sodass es mit dem Unentschieden in die erste Pause ging. Obwohl der KSK auch im zweiten Abschnitt optisch überlegen war, konnte er lange nichts Zählbares aufs Protokoll bringen, ließ alleine bis zum Seitenwechsel vier Chancen ungenutzt. Jan-Philipp Minges sorgte schließlich mit einem gefühlvollen Heber für das 2:1 – das die Gastgeber mit dem Halbzeitpfiff erneut ausglichen. Nach der Pause erspielten sich die Gastgeber fast aus dem Nichts eine 4:2-Führung, die bis kurz vor der letzten Pause Bestand hatte. Dann verkürzte Ulf Feddeck auf 3:4. Auch im Schlussviertel vermasselten die Krokodile drei Überzahlspiele in Folge. Frederik Ramthuns 4:4 blieb lange der einzige Treffer. Erst in der letzten Minute konnten die Krokodile eine Hinausstellung des Gegners nutzen. Ramthun besorgte mit seinem dritten Tor das 5:4. Spielertrainer Stefan Raspudic, der vom angeschlagenen Bernd Feddeck als Coach vertreten wurde, schloss einen Konter fünf Sekunden vor Abpfiff mit dem 6:4 ab. Mit 8:6 Punkten bleiben die Lauterer auf Rang vier und können nicht mehr in die untere Tabellenhälfte abrutschen. (sts) So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Attila Chouchan, Stefan Raspudic (1), Melanie Keller, Bernd Feddeck, Johannes Bröhl, Jan-Philipp Minges (1), Stefan Stranz, Anita Raspudic, Frederik Ramthun (3), Jens Feddeck.