Kaiserslautern Ehrenamtlicher Einsatz im Vogelschutzgebiet auf dem Kaiserberg
Das Klopfen des Spechtes durchbricht die Ruhe. Irgendwo singt eine Amsel. Zwei Buchfinken sausen streitsam durch die Luft. Ein Eichelhäher schwingt sich auf und davon. Natur pur beherrscht das verwunschene, 14 Hektar große Vogel- und Naturschutzgebiet auf dem Kaiserberg am Rande der Gartenschau.
Natürlich ist das Gebiet auf dem Steinbruch aber nicht. Familie Kröckel hat den Park im 19. Jahrhundert anlegen lassen, mit Wegen, die zum Flanieren einladen, mit Bäumen, die heute prächtig dastehen, und mit Feuchtbiotopen. Der Vogelwelt sollte es schließlich an nichts fehlen. Damals wurde etwas geschaffen, das bis heute der Stadt Kaiserslautern als grüne, kühlende Lunge dient, wenn der Wind über die Wipfel der alten Bäume streicht und hinunter in die Stadt fällt.
Helfer zum Laubrechen gesucht
Seit Jahrzehnten kümmert sich der Verein für Vogelschutz und Vogelpflege um die Oase auf dem Steinbruch – ehrenamtlich. Seit 2021 stehen Ingrid Choim als Vorsitzende und Christina Pircher als ihre Stellvertreterin in der Verantwortung. Bei ihrem Start lag der Verein samt Vogelschutzgebiet schon ein bisschen im Dornröschenschlaf. „Wir wollen, dass die Menschen das schöne Naturgebiet nicht vergessen oder vielleicht auch erstmals kennenlernen“, sagen sie. Den beiden ist wichtig, dass der Park über der Innenstadt allen zugänglich bleibt. An jedem letzten Sonntag eines Monats öffnet der Verein die Tore. Manchmal werden auch Führungen angeboten.
Damit die Besucher sicher über die Wege wandeln können, werden „fleißige Helferlein“ gesucht, die gerne Hand oder vielleicht besser den Federrechen anlegen, um den Winterschlaf im Vogelschutzgebiet mit zu beenden. Das Laub auf den Wegen muss weg. Notwendige Pflegeschnitte an den Bäumen, die direkt an den Wegen stehen, lässt der Verein von Experten durchführen.
„Wer Lust hat, kann sich hier verwirklichen“
Weite Teile des 14 Hektar großen Waldstücks bleiben jedoch unberührt. „In dem Bereich darf sich Urwald entwickeln“, erläutert Ingrid Choim und zeigt auf das hintere Waldstück. Das Vereinsheim steht im vorderen Bereich des Gebiets. Es kann nach strengen Regeln vom Verein gemietet werden und war auch schon Kulisse einer Trauung. Es trägt seit Kurzem ein neues Dach, sieht ansonsten aber noch ein bisschen pflegebedürftig aus. „Unterstützung wäre gut.“ Handwerklich versierte Frauen und Männer könnten helfen, das Heim neu zu verputzen und eventuell neu zu streichen. Auch die alte Teichanlage hat schon deutlich bessere Zeiten gesehen. Hinweisschilder an den Wegen sind zum Teil kaum noch zu lesen. „Wer Lust und Zeit hat, kann sich hier verwirklichen.“ Choim und Pircher wären dankbar dafür, wenn sich viele Helfer melden.
Info
Der Arbeitseinsatz, um die Wege im Vogelschutzgebiet vom Laub zu befreien, findet am Samstag, 22. März, von 10 bis 13 Uhr statt. Für Essen und Trinken ist laut der Vorsitzenden gesorgt. Für die Planung wird um Anmeldung gebeten per Nachricht an 0173 3932516 oder vogelschutz.kl@gmail.com. Mehr Infos online auf vogelschutzkl.webador.de.