Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Edgar’s Café Bar in der Rummelstraße: Für Kaffee-, Cocktail- und Whisky-Liebhaber

Torsten Adam, hier im Bild mit Barhund Merlin und Mitarbeiterin Sahra-Maria Zimmermann, ist ein Neuling in der Gastronomie.
Torsten Adam, hier im Bild mit Barhund Merlin und Mitarbeiterin Sahra-Maria Zimmermann, ist ein Neuling in der Gastronomie.

Edgar’s Café Bar in der Rummelstraße will künftig nicht nur Kaffeetrinker, sondern auch die Liebhaber von Cocktails und Whiskys anlocken.

Torsten Adam ist ein Neuling in der Gastronomie. Der Kaiserslauterer hatte eine IT-Firma in der klinischen Forschung, die er verkaufte. Als Freunde das Café Mama Frieda, wo er gerne und häufig zu Gast war, im vergangenen Jahr nicht mehr weiter betreiben wollten, sagte er sich: „Dann mache ich es doch selbst.“ Eigentlich wollte er nach der Übergabe im vergangenen September bald wieder öffnen – doch es zog sich hin. „Ich muss in meinem neuen Betätigungsfeld noch viel lernen“, gibt Adam zu und nennt als Beispiele die Hygieneschulung und Verwaltungsvorschriften. Auch gutes Personal zu finden, war nicht einfach, sodass erst im Dezember die Türen wieder geöffnet wurden.

„Ich wollte nicht noch eins der üblichen Cafés in Kaiserslautern“, schildert der neue Betreiber von Edgar’s. Er sei ein Fan von alten, klassischen Bars mit ihrer typischen Ausstattung – und will auch die Location entsprechend umgestalten. Tagsüber kann man künftig in dem kleinen Betrieb nach wie vor Kaffee und anderes trinken. Doch von Donnerstag bis Samstag soll sich abends der Barbetrieb anschließen. Adam erzählt, dass er früher auf seinen zahlreichen Geschäftsreisen in aller Welt viele Bars kennengelernt habe, deswegen auch die Anforderungen kenne – gerade auch für einzelne Gäste. Er will ins Edgar’s an Stelle der Theke eine Bar einbauen lassen, an der man nebeneinander sitzen, entspannt Musik hören, sich unterhalten, Cocktails und gepflegte Whiskys genießen kann.

Konzept wird getestet

Der nötige Umbau klappte nicht so schnell, wie er sich das vorgestellt hatte. Zurzeit sei er noch voll in der Diskussion mit dem Architekten und auf der Suche nach den passenden Handwerkern. Klar sei aber, dass die jetzigen Hochstühle bleiben sollten.

Ob das Konzept ankommt, will der frischgebackene Gastronom schon mal testen: Freitagabends gibt es verschiedene Veranstaltungen. Mal legt ein DJ auf, doch auch Fußballübertragungen, Ausstellungen oder Live-Musik sollen auf den Terminkalender. Das gemeinsame Fußballgucken komme sehr gut an. Im Gespräch mit Gästen habe es sich auch herausgestellt, dass viele die früheren Veranstaltungen am Donnerstagabend vermissten. Ab dem 1. April soll es einen Eventkalender für die Café Bar geben, auch die Social-Media-Kanäle sollen bespielt werden.

Viele Gäste, die früher schon in dem Café eingekehrt seien, freuten sich, dass es wieder geöffnet sei. Doch er wolle auch ein neues Publikum gewinnen. Adam denkt beispielsweise an Paare, die nach dem Essengehen noch irgendwo einkehren und einen Cocktail trinken wollten.

Innen- mit Außenbereich verbinden

Fünf Leute arbeiten derzeit im Edgar’s – vier Studentinnen als Mini- und Midi-Jobber sowie ein Festangestellter. Wenn der Barbetrieb aufgenommen werde, sollten noch ein, zwei Mitarbeiter dazukommen, sagt der Gastronom.

25 Sitzplätze hat die Café Bar, „doch bei Live-Veranstaltungen kriegen wir 100 Personen rein“, schildert Torsten Adam. Immens wichtig und heiß begehrt seien die Tische und Sitzplätze vor der Tür. Es ist geplant, die großen Fenster zur Rummelstraße hin umzubauen, damit sie zur Seite geschoben werden können, um den Innen- mit dem Außenbereich zu verbinden.

Zwergdackel Merlin ist Stammgast

Die Karte des Edgar’s ist zurzeit noch provisorisch, was sich auch daran zeigt, dass sie nur auf einfachem Papier gedruckt ist. Außer den Café-üblichen Getränken, Alkoholfreiem, fünf Sorten Wein und Bier sowie Aperitifs gibt es nur wenige Speisen: Croissants und Franzbrötchen beispielsweise, aber auch diverse Tramezzini, Ciabatta und kleine Snacks. Gut kommt nach den Worten des Chefs die Pizza an, die er von einem kleinen Start-up aus der Umgebung beziehe und die „ausgesprochen lecker“ sei. Wenn der Barbetrieb anlaufe, solle es noch spezielle Essensangebote für den Abend geben.

Torsten Adam ist es wichtig, dass sich in seinem Betrieb die Gäste wohlfühlen und miteinander ins Gespräch kommen. Dazu trägt ganz sicher auch Bar-Hund Merlin bei. „Mich gibt es nicht ohne meinen Zwergdackel“, scherzt der Chef. Betont aber auch, dass es kein besseres Mittel als einen Hund gebe, um Kontakte zu knüpfen. Der muntere kleine Kerl sitzt zwar zeitweise ohne einen Mucks von sich zu geben in seiner Tasche, hat aber auch einen eigenen Platz unterhalb der Theke. Genau dort, wo bald die Bar entstehen wird.

Info

Geöffnet ist Montag bis Freitag von 9 bis 17, Samstag, 9 bis 15 Uhr, Sonntag geschlossen. Künftig soll es Donnerstag, Freitag und Samstag anschließend Barbetrieb geben.

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