Adventskalender „Driving Home for Christmas“: Ein Song, der einen eiskalt im Auto erwischen kann

Sein Song „Driving home for Christmas“ ist aus dem Weihnachtsprogramm von Radiosendern nicht wegzudenken: Chris Rea.
Sein Song »Driving home for Christmas« ist aus dem Weihnachtsprogramm von Radiosendern nicht wegzudenken: Chris Rea.

Hinter den Türchen des Adventskalenders verbergen sich in diesem Jahr weihnachtliche Lieder. Heute geht es um einen alljährlich wiederkehrenden Song von Chris Rea.

Ich hasse diesen Song, aber er scheint an mir zu kleben wie ein verharzter Tannenzapfen. Immer zu Weihnachten kommt er wieder raus aus der Höhle, in der er sich im warmen Sommer versteckt, und erwischt einen eiskalt. In einem Moment, in dem sonst alles friedlich ist, alles perfekt, fröhlich.

Ich habe es bisher weitgehend geschafft, den schlimmsten Weihnachtssongs zu entkommen, mit denen man in der Adventszeit geradezu überflutet wird. Auf dem Weihnachtsmarkt, im Kaufhaus, im Radio, an fast schon jeder Straßenecke in der Stadt. Die ich aber noch nicht im Advent hören will, sondern erst dann, wenn wirklich Weihnachten ist. Die stille und heilige Nacht ist nun mal nicht vor dem 24. Dezember.

„Ich hasse, dass sich der Song immer so anschleicht“

Kurz vor Weihnachten wird’s aber wirklich schwer mit dem Ignorieren und Ausweichen. Und in eine Falle tappe ich garantiert. Ich bin in Gedanken versunken, sitze am Steuer, Hunderte von Autobahnkilometer liegen vor mir. Ich fahre heim zu meinen Eltern und Geschwistern nach Bayern und freue mich auf glückliche Zeiten wie damals, als ich noch an das Christkind geglaubt habe und alles so geheimnisvoll war und so besonders und friedlich. Sterne leuchten, es duftet nach Plätzchen, Tannennadeln, Punsch und Bratwürsten. Papi spielt Zither, meine Schwester Flöte. Und zack, werde ich herausgerissen aus diesen Träumen: Da ist er wieder, dieser Song, den ich so hasse: „Driving Home for Christmas“ von Chris Rea.

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Ich mag den Klang nicht, das Gedudel. Und ich hasse, dass er sich immer so anschleicht, mich eiskalt erwischt und mich dazu bringt, dass ich eingestehen muss, dass der Text halt leider gerade perfekt passt. Bestimmt geht es mir dieses Mal wieder genauso. Ich werde schimpfen, aber ich muss auch zugeben, dass was fehlen würde, wenn der Song in den vier Stunden Fahrtzeit nicht mindestens einmal dabei wäre. Ist wohl sowas, was man Hassliebe nennt. Also schon mal Gruß in die Höhle, in der sich „Driving Home for Christmas“ versteckt. Wir hören uns.

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