Handball
Drittligist TuS Dansenberg unter Zugzwang
Während der TuS I auswärts im Pfalzderby das HLZ Friesenheim/Hochdorf II fordert, empfängt die „Zweite“ die HSG Kastellaun/Simmern in der heimischen Layenberger Sporthalle.
„Das Spiel ist für uns Do-or-Die, Abstieg oder Nicht-Abstieg, deswegen geht es für uns um alles. Jeder muss 110 Prozent geben, wir können das Spiel nur über unsere Mentalität, über unseren Kampf gewinnen. Ich hoffe, dass viele Fans aus Dansenberg mitkommen. Wir brauchen die Unterstützung der Zuschauer, ohne sie sind wir nicht so stark.“ So stellt Jonas Dambach (25) Team und Fans auf die Partie am Freitag ein. Bei einem schweren Restprogramm ist es notwendig für die Dansenberger, gegen Friesenheim zu siegen.
An Aldekerk vorbeiziehen
Sollte der TV Aldekerk gegen Opladen verlieren, könnte der TuS aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs an Aldekerk vorbeiziehen und die Abstiegsränge verlassen. Ebenfalls mit Spannung wird der Blick der Dansenberger auf die Partie zwischen Homburg und Haßloch gerichtet sein. Bei einer Niederlage Haßlochs hätte man die Chance, diese weiter auf dem letzten Tabellenplatz zu distanzieren, was wichtig wäre, da der direkte Vergleich für die TSG spricht.
Dambach ist mit 153 Toren aus 25 Spielen (6,1 Tore pro Spiel) mit Abstand bester Torschütze des TuS in dieser Saison und Siebter der Torschützenliste der Südweststaffel der Dritten Liga, äußert sich dazu aber bescheiden: „Alles schön und gut, viele Tore zu werfen. Aber wie ich schon ein paar Mal gesagt habe, das Torewerfen ist immer das einfachste, den schweren Job haben die Leute, die das für mich vorbereiten. Jedes Tor, das ich werfe, ist immer ein Verdienst der Mannschaft.“
„Nochmal Vollgas geben“
Zurückblickend sagt der Linkshänder: „Der Saisonverlauf ist ernüchternd, damit hat letzten Sommer niemand gerechnet. Wir hatten viele enge Spiele, in denen wir hätten punkten müssen. Wir haben in den entscheidenden Partien gegen die direkten Konkurrenten nie gut ausgesehen.“ Mit Ausblick auf die kommenden Wochen betont der Halbrechte: „Jetzt heißt es für die letzten vier Spiele, nochmal Vollgas zu geben. Am Freitag volle Kanne alles reinhauen, damit wir gewinnen.“
Darüber hinaus richtet Dambach für die beiden letzten Heimspiele der Saison gegen Krefeld und Gelnhausen einen Appell an alle Dansenberger Handballfans: „Wir werden alles versuchen, dafür brauchen wir wirklich jede einzelne Stimme, die den Weg in die Halle findet, um uns zu unterstützen. Ich kann eine Sache versprechen: Wir werden bis zum Schluss in jedem Spiel 200 Prozent geben, damit wir unser Ziel Klassenerhalt erreichen.“
Die „Zweite“ hat es selbst nicht mehr in der Hand
Vor einigen Wochen wähnte sich das Perspektivteam des TuS in der Oberliga noch in Sicherheit, der Abstand zu den Abstiegsrängen war komfortabel. Doch nach den bitteren Niederlagen gegen das HLZ Friesenheim/Hochdorf III, HB Mülheim-Urmitz und die Südpfalz Tiger am vergangenen Wochenende rutschte die Mannschaft von Trainer Patrick Schulze auf einen Abstiegsplatz und kann den Klassenverbleib nicht mehr aus eigener Kraft schaffen: „Es geht jetzt um Schadensbegrenzung, wir haben es nicht mehr selbst in der Hand“, so Schulze.
Die „Zweite“ muss darauf hoffen, dass nur ein Team aus dem Einzugsgebiet der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar aus der Dritten Liga absteigt, dann wäre man auf dem 13. Tabellenplatz noch in Sicherheit. Die Südpfalz Tiger liegen punktgleich einen Rang vor Dansenberg, da sie den direkten Vergleich gewonnen haben.
Mit Kastellaun/Simmern noch eine Rechnung offen
Beide Mannschaften haben ein ähnliches Restprogramm: „Die Tiger spielen noch gegen Eckbachtal, wir noch gegen Worms. Wir müssen gegen Kastellaun/Simmern und gegen Worms vier Punkte holen, dann können wir hoffen, den Abstieg noch zu verhindern“, erklärt Schulze. „Ansonsten ist die Saison aufgrund der Niederlagen gegen das HLZ III, Mülheim und die Tiger gelaufen. Das müssen wir für nächstes Jahr aufarbeiten.“
Mit dem kommenden Gegner, der HSG Kastellaun/Simmern, hat der TuS noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen, als die HSG eine Anfrage auf Spielverlegung ablehnte und die Pfälzer mit einem Rumpfkader antreten mussten. Anpfiff in der Layenberger Sporthalle ist am Sonntag um 18 Uhr.