Handball: RHEINPFALZ Plus Artikel Drittligist TuS Dansenberg kassiert dritte Niederlage in Folge.

Schwarz gegen Rot: Jan Claussen vom TuS Dansenberg (links) beim Wurf im Drittligaspiel gegen den TV Gelnhausen.
Schwarz gegen Rot: Jan Claussen vom TuS Dansenberg (links) beim Wurf im Drittligaspiel gegen den TV Gelnhausen.

Trotz einer klaren Leistungssteigerung im Vergleich zu den jüngsten beiden Auftritten musste sich der TuS Dansenberg am Samstag im Heimspiel gegen den formstarken TV Gelnhausen in eigener Halle mit 24:28 (9:13) geschlagen geben. Ein vergebener Siebenmeter zur Unzeit erwies sich als Knackpunkt.

Als Jan Claussen beim Stand von 20:22 (49.) zum Strafwurf antrat, rechnete der Großteil der rund 270 Zuschauer mit dem Anschlusstreffer, schließlich hatte sich der Routinier bei seinen bisherigen drei Versuchen schadlos gehalten. Ob es der Torhüterwechsel war, der den Spielmacher aus dem Konzept brachte? Sein Wurf zischte jedenfalls am Tor vorbei, verfehlte das Ziel sogar deutlich. Statt 21:22 stand es kurz darauf 20:23, weil Jonathan Malolepszy im Gegenzug unbedrängt abziehen durfte. Es war der Anfang vom Ende der Dansenberger Aufholjagd.

Ein richtig starker Gegner

Den verpassten Punktgewinn an dem vergebenen Siebenmeter festzumachen, wäre aber zu einfach, denn der nach wie vor unbesiegte TV Gelnhausen war auch ein richtig starker Gegner, der in dieser Saison wohl noch ganz andere Gegner vor Probleme stellen wird. Das Märchen vom Underdog, der bloß nicht absteigen will und noch sehr viel lernen muss, ist nach dem vierten Sieg in Folge vorerst auserzählt. Wer hinten gut steht und vorne die einfachen Tore macht, wird mit dem Kampf um den Klassenerhalt wahrscheinlich nichts zu tun haben.

Die Hessen siegen verdient

Die Entscheidung fiel, als die Gäste per Siebenmeter auf 26:23 (57.) stellten. Die Hessen begnügten sich nicht damit, den Vorsprung über die Zeit zu bringen; sie drückten bis zum Schluss aufs Tempo und siegten verdient. „Gelnhausen hat viel Selbstvertrauen und spielt mit einer gewissen Leichtigkeit, die wir aktuell nicht haben. Das ist unser Problem. Es war ein Schritt in die richtige Richtung, die Jungs wollten, und sie haben gekämpft. Das Spiel spiegelt dann auch so ein bisschen unsere Trainingswoche wider, mit vielen Kranken und teilweise nur sieben Spielern im Training. Hinzu kam der Ausfall von Torben Waldgenbach“, analysierte TuS-Coach Frank Müller.

„Uns war klar, dass es hier ein sehr, sehr schwieriges Spiel wird. Die Jungs haben die Sachen, die wir im Training angesprochen haben, sehr gut umgesetzt. Gegen eine sehr erfahrene Mannschaft waren sie kämpferisch und haben einen hohen Einsatz gezeigt“, kommentierte TVG-Coach Matthias Geiger.

Mit 5:0-Lauf zum 8:8

Dansenberg präsentierte sich im Vergleich zu den jüngsten beiden Auftritten deutlich formverbessert und ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen Fünf-Tore-Rückstand (3:8/17.) nicht aus dem Konzept bringen. Mit einem 5:0-Lauf zum 8:8 (22.) kämpften sich die Schwarz-Weißen ins Spiel zurück und gingen durch einen Treffer von Jonas Dambach mit 15:14 (38.) in Front. Die Freude über den knappen Vorsprung währte aber nur kurz, es sollte die zweite und letzte Führung an diesem Abend gewesen sein. „In den Phasen, wo das Momentum auf unserer Seite war, haben wir dann auch die ein oder andere Entscheidung gegen uns gehabt, dann kommt so ein Ergebnis halt zustande“, haderte Müller.

Nächster Härtetest

Für den TuS Dansenberg steht mit dem Pfalz-Derby bei der nach wie vor ungeschlagenen TSG Haßloch als nächstes ein echter Härtetest an, eine Woche später gibt dann der ebenfalls noch verlustpunktfreie Topfavorit TuS Ferndorf seine Visitenkarte in der Westpfalz ab. Der Herbst wird also heiß für den TuS, der sich nach der dritten Niederlage in Folge im unteren Tabellendrittel wiederfindet.

So spielten sie

TuS Dansenberg: Lüpke/Fiedler (Tor), Claussen (6/3), Bösing, Dietrich, Dambach (je 4), Steinführer (3), Reitemann (1), Serwinski (1/1), Kölsch, Dettinger.

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