Alsenborn Drittes Open-Air-Wochenende in Krämers Hof
Mit der französischen Komödie „Die Barbaren – Willkommen in der Bretagne“ nimmt der Alsenborner Filmsommer am 1. August seine Fortsetzung. Im musikalischen Vorprogramm wird die Band Bluesky die Gäste unterhalten. Der zweiten Vorstellungsabend am 2. August ist geprägt von den charmant-authentisch-koketten Rosevalley Sisters und dem ebenfalls charmanten, willensstarken und weltberühmten Star Charles Aznavour.
Die Band Bluesky aus Kaiserslautern wurde 2013 gegründet und setzt sich aus den vier Musikern Julia Reiß (Gitarre, Gesang), Felix Franke (Gitarre, Gesang), Christoph Wachter (Bass, Gesang) und Paul Reiser (Schlagzeug) zusammen. Bluesky ist im Blues und Bluesrock zu Hause und spielt sowohl eigene Lieder als auch Cover-Songs von namhaften Künstlern wie Jimi Hendrix, Henrik Freischlader und Gov’t Mule.
Wer sind die Barbaren?
Zum Film: „Die Barbaren – Willkommen in der Bretagne“ spielt im Nachbarland. Die Einwohner der bretonischen Kleinstadt Paimpont sind sehr stolz auf ihren Zusammenhalt, die Pflege ihrer Gemeinschaft, ihre Loyalität und Hilfsbereitschaft. Der Bürgermeister scheut sich nicht, anlässlich eines für das regionale Fernsehen gedrehten Filmes sein Städtchen über den grünen Klee zu loben. Und so gibt es auch keine Diskussionen, als die Entscheidung getroffen wird, eine aus der Ukraine geflüchtete Familie aufzunehmen. All ihre Überzeugungen aber stehen auf dem Prüfstand, als stattdessen die syrische Familie Fayad auf der Matte steht. Wie in aller Welt sollen sie nun umgehen mit Marwan, Louna, Alma und Hassan? Rechtsradikalismus und Islamfeindlichkeit ploppen da auf einmal ebenso auf wie eine endlose Naivität der progressiven Gut-Mensch-Lehrerin. Und hier wie da stellt sich die Frage: Wer genau sind denn nun die Barbaren?
Der Film entstand 2024, Regie führte Julie Delpy, es spielen Julie Delpy, Sandrine Kiberlain, Laurent Lafitte, Ziad Bakri, Jean-Charles Clichet. Er dauert 101 Minuten und ist freigegeben ab zwölf Jahren.
Harmoniegesang der Swing-Ära
The Rosevalley Sisters begeistern mit ihrem ausgefeilten dreistimmigen Harmoniegesang und versetzen ihr Publikum sowohl akustisch als auch optisch zurück in die Swing-Ära der 30er und 40er Jahre. Zu bekannten Hits wie „Bei mir bist du scheen“ oder „In the Mood“ schwingen die Drei gekonnt das Tanzbein und liefern ihrem Publikum eine unterhaltsame Bühnenshow. Dabei drehen sie sogar so stark am Rad der Zeit, dass selbst moderne Songs wie „All about that Bass“ oder „I Will Survive“ einen verruchten, swingenden Jazz-Anstrich bekommen.
Zum Film: „Monsieur Aznavour“ spielt ebenfalls in unserem Nachbarland. Zum Inhalt: Als der kleine Charles in den 1930er Jahren in Paris erstmals eine Bühne betritt, spürt er sofort, dass es sein Lebensziel sein wird, als Sänger auf den Bühnen der Welt zu stehen. Die Bedingungen dafür sind überschaubar gut. Als Sohn armenischer Einwanderer ohne finanzielle Ausstattung und eigentlich auch ohne, beziehungsweise nur mit einer sehr gewöhnungsbedürftigen Stimme ausgestattet, hat er im Grunde keinerlei Chance. Aber Charles lebt für seinen Traum und hört nicht auf zu kämpfen, bis schließlich die weithin berühmte Chansonsängerin Édith Piaf ihm ihre Ohren zuwendet und ihn unter Schutz und Schirm nimmt. Die Bedingungen für ihre Zuwendung und Förderung aber sind keine geringen, und es kommt der Tag, an dem Charles Aznavour sich entscheiden muss…
In dem 135-minütigen Film ohne Altersbeschränkung von 2024 führte Mehdi Idir Regie, es spielen Tahar Rahim, Bastien Bouillon, Marie-Julie Baup.
Info
Vorverkauf online: openair.provinz80.de, an der Kasse des Provinzkinos und in der Postagentur Rödel, Alsenborn. Ein Umtausch oder eine Rückgabe von Tickets ist ausgeschlossen. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. Livemusik ab 20.15 Uhr Filmbeginn bei ausreichender Dunkelheit (gegen 21.30 Uhr).