Wasserball RHEINPFALZ Plus Artikel Dritter Sieg im dritten Spiel für die Lautrer Krokodile

KSK-Kapitän Jens Feddeck beim Torwurf.
KSK-Kapitän Jens Feddeck beim Torwurf.

Auch in ihrem dritten Saisonspiel ließ die erste Wasserballmannschaft des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs nichts anbrennen und holte sich den dritten Sieg.

Beim 17:6 (4:1/6:0/2:3/5:2) am Dienstagabend gegen den WSV Vorwärts Ludwigshafen II war es vor allem eine souveräne Leistung in der ersten Halbzeit, die den Krokodilen den Weg zurück an die Tabellenspitze der Regionalliga Südwest ebnete. Angesichts des eher schwächer besetzten Gegners (bei Ludwigshafen hatten zwei der stärksten Akteure kurzfristig absagen müssen, sodass der WSV nur zu elft – darunter sieben Jugendliche – antreten konnte), machte Lauterns Trainer Karsten Schöniger vor der Partie eine recht ungewöhnliche Ansage: Während im Angriff die „üblichen Systeme“ gespielt werden sollten, solle das Hauptaugenmerk der Verteidigung gelten. „Versucht doch einfach mal, pro Viertel maximal einen Gegentreffer zu kassieren“, lautete die Vorgabe des Coaches.

Seine Mannen setzten das dann auch überraschend gut um. Zwar geriet nach dem schnellen 4:0-Vorsprung nach dreieinhalb Minuten im Vorwärtsgang etwas Sand ins Getriebe, in der Defensive standen die Krokodile – gestützt vom wiederum bärenstarken Torhüter Ilya Dmytriiev – jedoch fast wie eine Wand. Erst kurz vor dem ersten Pausenpfiff trafen die Gäste dann doch noch zum 1:4.

Munteres Durchwechseln nach der Halbzeit

Und auch im zweiten Abschnitt hielten sich die Krokodile an die Anweisung des Trainers und blieben diesmal sogar gänzlich ohne Gegentor. Auf der anderen Seite traf der KSK sechsmal und hatte dadurch bereits zur Halbzeit einen deutlichen 10:1-Vorsprung herausgespielt.

So wechselten die Gastgeber ab dem dritten Viertel munter durch, was dem Spielfluss zunächst einen leichten Abbruch tat. Nicht nur, dass lediglich noch zwei weitere Treffer zu verbuchen waren – Ilya Dmytriiev musste insgesamt dreimal hinter sich greifen und konnte trotz einiger toller Paraden nicht verhindern, dass der Abschnitt mit 3:2 an die Gäste ging. Ungeachtet des hohen Rückstandes gaben diese sich nämlich zu keiner Zeit auf und hielten die Lauterer Abwehr fortwährend auf Trab, was sich auch an den insgesamt zehn Hinausstellungen zeigt, die die Krokodile quittieren mussten, von denen sie allerdings sechs unbeschadet überstanden. Auf der anderen Seite gab es ungewöhnlicherweise keinen einzigen Ausschluss gegen den WSV, wohl aber vier Strafwürfe, von denen der KSK immerhin drei verwandelte.

Kapitän trifft fünfmal

Die letzten acht Minuten gehörten dann nochmals den Krokodilen, die sich im Angriff wieder ihrer Stärken aus der ersten Halbzeit besannen und das Ergebnis auf 17:6 schraubten, was für die tapfer kämpfenden Ludwigshafenern etwas zu deutlich ausfiel. Die Treffer auf Lauterer Seite verteilten sich fast gleichmäßig unter allen Akteuren, lediglich Kapitän Jens Feddeck stach mit fünf Toren (darunter ein lupenreiner Hattrick vom 1:0 bis zum 3:0) erneut etwas heraus.

Mit der Optimalzahl von neun Punkten aus drei Spielen schob sich der KSK dank des besseren Torverhältnisses wieder am SV Friedrichsthal I vorbei auf den ersten Tabellenplatz. Hinter der Zweitvertretung des SVF (zwei Zähler aus drei Spielen) und dem SSV Trier (ein Punkt aus zwei Begegnungen) folgen am Tabellenende mit dem SC Poseidon Worms, dem SC Neustadt II und dem WSV Ludwigshafen II drei Teams, die jeweils ihren einzigen Auftritt verloren haben und somit noch ein leeres Punktekonto aufweisen.

Bevor die erste Lauterer Mannschaft am 20. März ihr nächstes Spiel gegen den SC Poseidon Worms bestreitet, muss zunächst die Reserve zweimal ran: Am 8. und 13. März empfängt der KSK II in der Gruppe B zuerst die Masters des SV Friedrichsthal zum Rückspiel, ehe auch der SV 08 Saarbrücken im Monte Mare vorstellig wird.

So spielten sie

KSK: Ilya Dmytriiev (im Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Lukas Allmann (1), Johannes Diehl (1), Niklas Birich (1), Jens Feddeck (5), Kyrylo Dmytriiev, Johann Lehmann (1), Stefan Stranz (2), Jan-Philipp Minges (1), Leon Birich (1), Mattis Starck (1), Dirk Feddeck (2)

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