Schönenberg-Kübelberg RHEINPFALZ Plus Artikel Drei Tage Iron Fest am Ohmbachsee

Headliner am Festivalsamstag: Grand Magus.
Headliner am Festivalsamstag: Grand Magus.

Das 5. Iron Fest findet von 12. bis 14. Juni auf dem Open-Air-Gelände am Ohmbachsee statt. Headliner sind Grand Magus und Sacred Reich.

Bereits zum fünften Mal pilgern Rockfans, Metalheads und Kuttenträger jedweder Couleur zum Iron Fest, um im malerischen Ambiente am Ohmbachsee harte Musik in guter Gemeinschaft zu zelebrieren. Mit Countdowns, Teasern, Gewinnspielen („Zeig mir Deine Kutte“), Jubiläumsshirts-Shirts und -Ansteckern und einem Biergarten werben die Veranstalter auf den Social-Media-Plattformen.

Im Mai 2019 fand das erste Festival statt. Es folgte eine zweijährige Corona-Pause, bevor man 2022 die Zahl der Bands verdoppeln konnte. Mittlerweile hat sich das Iron Fest weit über die Landesgrenzen hinaus einen Namen gemacht und zu einer Veranstaltung mit internationalen Künstlern und überregionaler Bedeutung gemausert. Erstmals gibt es ein zusammenhängendes Campingareal, das mit seiner großen Fläche für anreisende Gruppen besser geeignet ist als die vier getrennten Campingbereiche der Vorjahre. Mit Unterstützung der Ortsgemeinde Gries und dem Baumdienst Wagner hat man zwischen Gries und dem See eine große trockene Wiese vorbereitet, die auch bei starkem Regen nicht überflutet werden sollte. Daneben stehen Plätze auf dem Campingpark Jungfleisch zur Verfügung. Die Standorte des Merchandise-Zeltes und der Bühne wurden verändert, um für die Zufahrt der Bands, für Technik und Publikum mehr Platz zu schaffen, wodurch das Festivalgelände insgesamt deutlich gewachsen ist.

22 Bands von vier Kontinenten

Das Line-Up kann sich sehen lassen: 22 Bands von vier Kontinenten (Asien, Europa, Süd- und Nordamerika) sind vertreten, sie kommen aus Brasilien, Chile, Deutschland, Griechenland, Indien, Island, Niederlande, Nordirland, Norwegen, Schottland, Schweden, USA und England. Die Bandbreite reicht von klassischem Heavy Metal und Stoner Rock über Progressive Metal bis zu den Spielarten des Extreme Metal, wobei am IronFriday für die Hartgesottenen besonders viel Death-, Speed-, Thrash- und Death Metal serviert wird. 1000 Bands hatten sich beworben.

Mit Gus G (bürgerlich Konstantinos Karamitroudis) reist ein renommierter griechischer Gitarrist an, der mit Szenegrößen wie Ozzy Osbourne, Mystic Prophecy, Arch Enemy und Dream Evil gearbeitet hat. Zusammen mit dem Chilenen Ronald „Ronnie“ Romero, seit 2016 Leadsänger der spanischen Hard-Rock-Band Rainbow, steht das Duo Gus G & Ronnie Romero für eine eindrucksvolle Mischung aus kraftvollem Gesang und virtuoser Gitarrenarbeit.

Nikolas Bremms Kontakte

Mit Sacred Reich läuft als Headliner am Freitag eine der einflussreichsten Thrash-Metal-Bands auf. Damit kommen Freunde zusammen: Einer der Organisatoren des Iron Fests, Nikolas Bremm, war 2019 als Tourmanager und Fanartikelverkäufer von Night Demon mit seinen Kumpeln von Sacred Reich auf Welttournee. Bekannt und berüchtigt für ihre starken und stilprägenden Alben, von denen nicht wenige Lieder in Insider-Kreisen als Klassiker gehandelt werden, haben sich die Trasher aus Phoenix, Arizona, mit ihren sozialkritisch-politischen Texten und energiegeladenen Live-Auftritten einen festen Ehrenplatz in der weltweiten Metal-Community erarbeitet.

Klassisch im stilbildenden Sinne ist auch die 1996 gegründete Heavy-Metal-Band Grand Magus aus Stockholm, die am Samstag als Headliner auftritt. Seit 2019 versucht man schon, sie für das Iron Fest zu gewinnen, wie Bremm verrät. Als erfahrene Rockveteranen und Flaggschiffe namhafter Metallabels wie Roadrunner Records (2010-2012) und Nuclear Blast (seit 2012 bis dato) wird die Band mit Größen wie Black Sabbath, Ronnie James Dio oder den frühen Manowar verglichen, wobei sie über die Jahre trotz starker Variationen ihren ganz eigenen, unverwechselbaren Stil und Sound entwickelt haben.

Retro-Sound der 80er

Kurz davor lässt die schottische One-Man-Band Hellripper mit ihrem aggressiven Black- und Speed-Metal-Sound die Vibes der klassischen Metal-Ära der 80er Jahre à la Venom, Darkthrone, Megadeth und Metallica aufleben. 2014 von dem Multi-Instrumentalisten James McBain gegründet, hat Hellripper schnell an Popularität gewonnen und gilt als eine der vielversprechendsten neueren Bands der europäischen Metalszene. Ihre energiegeladenen Auftritte und unverwechselbare Musik bilden sicherlich ein Highlight des Festivals.

Info

Iron Fest, 12. bis 16. Juni, Open-Air-Gelände auf der Grieser Seite des Ohmbachsees, Infos zu Anfahrtswegen und allen Bands: ironfest.de und facebook.com/IronFestOA. Karten (Festivaltickets, Tagestickets) gibt es bei tickets.mplus.rocks, eventim.de, metaltix.com und an der Abendkasse. Freie Campingplätze sind noch verfügbar, Wasch- und Frühstücksmöglichkeiten vorhanden. Wie im Vorjahr wird auf dem Gelände im Cashless-go-System via Festivalbändchen gezahlt.

x