Kaiserslautern Drei Niederlagen in zwei Spielen

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Weder in der Ober- noch in der Verbandsliga war für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Mittwoch beim WSV Vorwärts Ludwigshafen etwas zu holen.

Nachdem die erste Mannschaft dem WSV II mit 7:16 (2:5/3:3/0:1/2:7) unterlegen war – was gleichzeitig das Aus im Halbfinale des Südwestdeutschen Pokals bedeutete – verlor auch die Reserve mit 6:11 (1:2/1:3/2:2/ 2:4) gegen die Ludwigshafener Dritte. Es war offensichtlich ein gebrauchter Tag, der den Krokodilen angedreht worden war, und das ausgerechnet in den Schlüsselspielen. Während die Verbandsliga-Reserve „nur“ ihre glänzende Ausgangsposition verspielte, aber von Platz eins bis drei noch alles erreichen kann, kam es für das Oberliga-Team ganz dick: Obwohl noch zwei Partien ausstehen, ist die Spielzeit 2014/15 definitiv gelaufen. Spielertrainer Stefan Raspudic und Frank Dick, der das Coaching der zweiten Mannschaft übernommen hatte, stießen bei der Analyse beider Begegnungen ins selbe Horn: Der KSK hatte sich zweimal förmlich selbst besiegt, ohne die Leistung der stark besetzten Ludwigshafener schmälern zu wollen. Vor allem in punkto Zusammenspiel ließen die Krokodile alles vermissen, was sie in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hatte. Die Passgenauigkeit bezeichnete Dick als „größtenteils zwischen schlecht und ganz schlecht“, und irgendwie schienen alle mit dem Kopf irgendwo anders zu sein, als im Wasser. Routinier Bernd Feddeck brachte es in der Halbzeit der Oberliga-Begegnung auf den Punkt: „Wir beschäftigen uns mit allem, nur nicht mit dem Spiel“. Dabei sah es zu diesem Zeitpunkt für den KSK I beim Stand von 5:8 noch nicht mal so schlecht aus, und auch das Ergebnis des dritten Viertels wäre alleine kein Grund gewesen zu resignieren. Aber wie das 0:1 in diesen acht Minuten zustande kam, war erschreckend, denn die Krokodile schafften es, fünf Überzahlspiele in Folge zu vergeben. Am Ende hieß es 7:16. Die katastrophale Chancenverwertung in Überzahl war auch der Knackpunkt beim KSK II: Zehn ungenutzte Hinausstellungen des Gegners sowie ein vergebener Strafwurf waren letztendlich auf dem Protokoll zu finden. Die ausgerufene Devise „abhaken und nach vorn schauen“ nützt der ersten Lauterer Mannschaft wenig. Und auch der erfolgreiche Protest gegen die Wertung des Spiels in Neustadt erscheint nun überflüssig. Aber selbst wenn jetzt praktisch alle Plätze in der Oberliga vergeben sind, muss der KSK I seine beiden offenen Partien noch austragen, denn theoretisch könnte noch etwas passieren. Der SC Poseidon Worms – am Freitag ab 18.30 Uhr zu Gast im Warmfreibad – könnte die rote Laterne an den SSV Trier abgeben. Dazu müssten die Rheinhessen allerdings mit 43 Toren Unterschied gegen die Krokodile gewinnen. Ebenso möglich, aber genauso unwahrscheinlich ist es, dass die Lauterer im Wiederholungsspiel am Sonntag um 19.30 Uhr beim SC Neustadt II den Titelverteidiger doch noch vom Thron stoßen und die Ludwigshafener zum Meister machen. Dazu müssten sie die Bundesliga-Reserve mit 19 Treffern Differenz schlagen. Absolut noch im Bereich des Möglichen ist hingegen, trotz des Negativ-ergebnisses am Rhein, die Verbandsligameisterschaft für die kleinen Krokodile. (sts) So spielten sie KSK I: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (2 Treffer), Attila Chouchan, Stefan Raspudic (2), Melanie Keller, Bernd Feddeck (1), Johannes Bröhl, Karsten Schöniger, Stefan Stranz, Victor Morenas del Pozo (1), Fredrik Ramthun (1), Felix Kabus, Dirk Feddeck KSK II: Nicole Holstein (Tor), Ulf Feddeck (1), Attila Chouchan (1), Stefan Raspudic, Melanie Keller, Bernd Feddeck, Johannes Bröhl, Anita Raspudic, Stefan Stranz, Victor Morenas del Pozo (1), Felix Kabus (3), Eva Chouchan.

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