Sportlerwahl Die Nominierten: Wer wird Sportler des Jahres 2025 in der Region Kaiserslautern? (mit Video)

Die Nominierten
Die Nominierten

Wer wird die RHEINPFALZ-Sportler des Jahres 2025 in der Region Kaiserslautern? Die Sportredaktion stellt fünf Athleten zur Abstimmung.

Sie waren wieder unglaublich erfolgreich, die Sportlerinnen und Sportler und Mannschaften aus der Region, haben national, international und zum Teil weltweit für Aufsehen gesorgt. Wer von ihnen hat am meisten beeindruckt, ist im Gedächtnis geblieben, hat am intensivsten gekämpft, die beeindruckendste Leistung gezeigt oder war dabei vielleicht einfach am sympathischsten? Die RHEINPFALZ-Leser haben jetzt wieder die Qual der Wahl und dürfen für Ihre Favoriten abstimmen.

Die Auswahl ist wieder sehr bunt gemischt, reicht vom jungen Talent bis zum alten Hasen, vom Neu- zum Wiedereinsteiger, vom Starter, der auf ganz kleinen Bühnen auftritt, bis zum international erfolgreichen Spitzenathleten, der reihenweise Medaillen sammelt. Die Kategorien und Disziplinen sind schwer zu vergleichen und eines ist klar: Jeder der Kandidaten hat für sich unglaublich viel erreicht und hätte den Titel verdient. Aber nur einer pro Kategorie kann ganz oben stehen.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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Unsere fünf nominierten Sportler sind über Grenzen gegangen, haben sie überwunden, ihre eigenen Rekorde gebrochen und Zeichen gesetzt. Dafür, dass Sport in jedem Alter möglich ist und jeder seinen eigenen Weg finden muss und kann, um für sich erfolgreich und dabei einfach glücklich zu sein, ob auf der Bahn, auf Bergen, dem Rad, im Wasser oder im Studio.

Henric Hackmann (Bahnrad)

Henric Hackmanns Jahr 2025 war ein Wechselbad der Gefühle. „Es war das verrückteste Jahr bis jetzt, war von Hochs und Tiefs gar nicht mehr zu übertreffen“, sagt der 22-jährige Bahnradfahrer aus Kirchheim an der Weinstraße, der nach dem Abi im HHG in Kaiserslautern geblieben ist. Als Neuling im Eliteteam fuhr er zur EM, hatte sich drei Tage vorher den Kopf angeschlagen. Der Helm drückte auf die Wunde. Er fuhr trotzdem auf Platz sechs, sammelte weiter Punkte bei internationalen Rennen und verletzte sich beim Krafttraining am Rücken.

Henric Hackmann
Henric Hackmann

Nach einem Monat Reha startete er bei der DM, wurde deutscher Meister im Teamsprint, Vizemeister über 1000 Meter. Bei der EM kurz darauf in Anadia (Portugal) holte er sich „sehr unerwartet“, wie er bescheiden zugibt, den Titel über 1000 Meter. Er schaffte den schwierigen Spagat zwischen seiner Ausbildung bei der Bundespolizei, den Abschlussprüfungen – inzwischen ist er Polizeimeister –, dem Training, den Rennen und startete bei der Weltmeisterschaft in Chile. Dort fuhr er so schnell wie nie, wurde Vierter über 1000 Meter.

Joachim Höhn (Triathlon)

Dass er nach 18 Jahren Wettkampfpause wieder zum Triathlon zurückkehren würde, hätte Joachim Höhn selbst nicht gedacht. Doch als sein Hund starb, suchte der Rodenbacher Ablenkung und ein Hobby, das ihn erfüllte. Der DJ (er wurde als DJ Jonny bekannt) kehrte zu dem Sport zurück, in dem er schon früher recht erfolgreich war. Er stieg aufs Rad, fing wieder an zu schwimmen und zu laufen. Und dann wollte er es wissen: Würde er noch mithalten können mit seinen Kollegen? Er startete für den 1. FC Kaiserslautern bei Triathlons und räumte über die olympische Distanz regelrecht ab.

Joachim Höhn
Joachim Höhn

Er holte 2025 zwölf Titel in seiner Altersklasse, wurde Rheinland-Pfalz-Meister und am Ende sogar deutscher Meister. Eines seiner Geheimnisse ist – mal abgesehen davon, dass er einfach schnell auf dem Rad und in der Wechselzone ist – sein Weiher im Garten in Rodenbach. Jeden Morgen, egal, wie kalt es ist, springt er ins Wasser. Im Winter hackt er ein Loch ins Eis und taucht für ein paar Minuten unter. Das hält ihn jung und fit und sorgt dafür, dass er nie krank ist.

Jürgen Engels (Gehen)

Arthrose im vierten Grad, in beiden Knien. Für die meisten Menschen würde das dazu führen, dass sie ihre sportliche Karriere beenden. Jürgen Engels ist da anders. Den 62-jährigen Läufer aus Weltersbach hat die Diagnose seines Arztes geradezu beflügelt. Die Empfehlung, über zwei künstliche Knie nachzudenken, hat er ignoriert. Er ist von Laufen auf Gehen und Nordic Walking umgestiegen und ist seitdem nicht mehr zu bremsen. Der stellvertretende Leiter eines Supermarktes, der auch beruflich viel auf den Beinen ist, übte auf der Bahn des LT Olympia Ramstein das richtige Gehen und ist seitdem ständig auf Tour.

Jürgen Engels
Jürgen Engels

2025 war er bei 56 Läufen am Start und ist bekannt wie ein bunter Hund. Nicht nur wegen seiner auffälligen Laufkleidung, dem gelben Stirnband und den neongelben Strümpfen, die er immer trägt, sondern auch, weil er die Läufe nutzt, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen, sich mit ihnen auszutauschen, witzige Videos für seine Social-Media-Accounts zu drehen. Und auch, weil er für viele ein Vorbild ist und ein Beispiel dafür, was Bewegung bewirkt.

Alexander Barnsteiner (Berglauf)

Seinen Lauf 2025 auf den Ätna wird Alexander Barnsteiner wohl nie vergessen. Der begeisterte Bergläufer, dem für die LLG Landstuhl kein Pfad zu steil und kein Weg zu weit ist, hat, wie er selbst sagt, einen Riesenspaß, wenn er Berge hoch und nicht nur runterrennt. Bei der Europameisterschaft in Sizilien lief er bis auf 3000 Meter Höhe, bekam zu spüren, wie der Sauerstoff weniger wurde, genoss es aber, in Bereiche vorzudringen, die ein Tourist normalerweise nicht zu sehen bekommt.

Alexander Barnsteiner
Alexander Barnsteiner

Der 51-jährige Allgäuer, den es beruflich in die Pfalz verschlagen hat, hat erst dort zu seinem Hobby gefunden und lebt es aus. In Sizilien sicherte er der Mannschaft den Europameistertitel und den Vizemeistertitel und erlebte am nächsten Tag einen Ausbruch mit Lavafontänen. Der für ihn „noch größere Erfolg“ 2025 war die Weltmeisterschaft in Meduno, Norditalien. Auch hier holte er mit seinem Team den Vizeweltmeistertitel. Im Einzel sicherte er sich im „Uphill“ (5 km, 800 Hm) und beim „Long Distance“-Rennen am nächsten Tag (34 km, 1850 Hm) jeweils die Bronzemedaille.

Tobias Kiefer (Hyrox)

Tobias Kiefer gibt alles für seinen absoluten Lieblingssport: Hyrox, die Kombination aus Laufeinheiten und anspruchsvollen Kraftübungen hat es ihm angetan. Inzwischen hat er seine Arbeitszeit reduziert, um besser trainieren zu können, und der Erfolg gibt ihm Recht: 2025 hatte er sich im Double (mit Daniel Gundall) und im Einzel für die Weltmeisterschaft in Chicago qualifiziert und das Experiment gewagt, an einem Wochenende in beiden Disziplinen gegen die Besten der Welt anzutreten.

Tobias Kiefer
Tobias Kiefer

Nach seinem Start im Einzel, bei dem er eine neue persönliche Bestzeit aufstellen wollte, trat der Krickenbacher in der Disziplin an, auf der sein Fokus lag: der Double-Wettkampf. Acht 1000-Meter-Läufe standen auf dem Programm und dazwischen knallharte Workouts, bei denen sie unter anderem schwere Gewichte ziehen und schleppen mussten. Sieger ist, wer den anspruchsvollen Parcours als Schnellster bewältigt. Gundall (25) und Kiefer (31), der vor allem das Laufen liebt und gern bei den Läufen in der Region unterwegs ist, waren das schnellste deutsche Duo ihrer Altersklasse.

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