Kaiserslautern Die Menschen als Botschafter

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„Die Leute wissen gar nicht, was sie hier alles haben“, sagt Hans-Günther Clev, der Geschäftsführer des Vereins Zukunftsregion Westpfalz. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Ludger Müller hat er der Sommerredaktion einen Besuch abgestattet. Zu berichten haben sie viel. Kein Wunder, bei rund 40 Projekten, die laufen. Zwei Dinge, die sie gerne umsetzen würden: eine Internationale Schule und ein „Welcome Center“.

Wie berichtet, macht sich der Verein Zukunftsregion Westpfalz für eine Internationale Schule in Kaiserslautern stark. „Die Internationale Schule ist ganz entscheidend, auch für Ansiedlungen von neuen Unternehmen. Es soll eine Schule für die gesamte Westpfalz sein, auch wenn der Standort in Kaiserslautern ist“, berichtet Ludger Müller. Sein Geschäftsführer sieht einen Vorteil außerdem darin, dass die Region international aufgestellt und aufgeschlossen ist: „Wenn die Menschen hier in ein Geschäft kommen, können sie englisch reden. Wir sind eine der größten englischsprachigen Regionen. Diese Karte müssen wir ausspielen.“ Das ist auch ein Argument für ein sogenanntes „Welcome Center“, eine Anlaufstelle bei Problemen verschiedenster Art. Clev und Müller könnten sich hierfür eine Räumlichkeit in der Nähe des Kaiserslauterer Hauptbahnhofes vorstellen. „Wenn die Menschen aus dem ICE aussteigen, müssen sie mit offenen Armen eingefangen werden“, sagt Müller. Wobei es in der Westpfalz noch weitere Anlaufstellen geben soll. Clev kann sich außerdem ein mehrsprachiges Online-Portal vorstellen. „Mit einem Servicecenter und der Internationalen Schule können wir punkten“, ist der Geschäftsführer überzeugt. Müller setzt insgesamt auf eine bessere Zusammenarbeit der Region in vielen Bereichen, eine Bündelung der Kräfte. Eben dem Ziel der Zukunftsregion Westpfalz. „Wenn man nichts macht, hat man auch keine Erfolgschancen“, weiß der Vorstandsvorsitzende. Wobei er von der Region selbst ein viel besseres Bild hat als andere: „Es hat sich hier in der Region viel getan in den vergangenen zehn Jahren, leider wird das nur mit großer Verzögerung wahrgenommen.“ Man müsse es den Leuten nahebringen, dass man stolz sein kann auf die Region. „Die Menschen sollen zu Botschaftern der Region werden“, hofft Müller – und fügt hinzu: „Wir haben hier attraktive Möglichkeiten – und das zu überschaubaren Kosten.“ Das sieht auch Clev so: „Wir sind in der Westpfalz deutlich attraktiver, als die Leute hier meinen.“ Und auch die Lage ist für die beiden nicht gerade eine schlechte: In einer Stunde ist man in Frankfurt am Flughafen, ist man in Mannheim, Mainz oder Saarbrücken. Ein weiteres Ziel für Müller: mit Blick auf den demografischen Wandel genügend Fach- und Führungskräfte zu bekommen. „Wenn jemand hier Examen gemacht hat, ist es leichter, ihn hier zu halten, als jemand aus München zu kriegen.“ (ssl)

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