Kaiserslautern Die Besten kommen gleich zu Beginn

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Zwei Wochen nach der Pleite im süddeutschen Pokal geht es für die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs (KSK) nun auch in der Liga wieder los. Dass am Sonntag, 19 Uhr, ausgerechnet der amtierende Oberliga-Meister SC Neustadt II zur Saisoneröffnung im Monte-Mare seine Visitenkarte abgibt, kommt den zuletzt schwächelnden Krokodilen nicht unbedingt entgegen – auch wenn sie das letzte Aufeinandertreffen im Juli für sich entscheiden konnten.

Allzu viel hat sich in der viermonatigen „Sommerpause“ nicht geändert. Sogar die sonst üblichen Regel-Anpassungen halten sich diesmal in Grenzen, was in Anbetracht der Planungen für die Saison 2015/16 allerdings nur als „Ruhe vor dem Sturm“ gewertet wird. Auch in der einzigen südwestdeutschen Liga ist fast alles beim Alten geblieben: Zehn Teams aus sieben Vereinen treten zunächst in einer gemeinsamen Hinrunde, die sich erneut „Qualifikationsrunde zur Ober- und Verbandsliga Rheinland-Pfalz/Saar“ nennt, gegeneinander an. Danach wird in der Mitte der Tabelle ein Trennstrich gezogen, und die Rückspiele werden nur noch innerhalb der jeweiligen Fünfergruppe ausgetragen. Wobei die Punkte, die in den Hinspielen gegen die direkten Gegner erzielt wurden, mitgenommen werden. Der Sieger der oberen Hälfte wird dann „Meister der Oberliga“, der Beste der unteren Hälfte darf sich „Verbandsliga-Meister“ nennen. Bis auf zwei Ausnahmen ist auch die Besetzung des Vorjahres identisch geblieben: Den Platz der SGW Neunkirchen/Homburg, die sich aufgelöst hat, weil der SC Homburg die Sparte Wasserball aus seinem Repertoire gestrichen hat, nimmt mit dem SV Neunkirchen der andere Kooperationspartner ein. Und statt der zweiten Mannschaft des SSV Trier wird der KSK nach zwei Jahren Pause wieder ein Reserveteam an den Start schicken. Vor allem, um dem Nachwuchs Spielpraxis zu geben. Die „kleinen Krokodile“, die in ihrer bislang letzten Saison 2011/12 die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga feiern durften, werden diesmal kleinere Brötchen backen und sich wahrscheinlich eher Richtung unteres Tabellenviertel orientieren müssen. Für die erste Mannschaft, die personell fast unverändert in die neue Spielzeit startet, ist das Saisonziel hingegen ganz klar wieder ein Podiumsplatz, den sie seit 2010 jedes Jahr erreichen konnte. Im letzten Sommer war es die Bronzemedaille, die allerdings mit dem faden Beigeschmack behaftet war, dass sich das Team durch eine unnötige Niederlage im vorletzten Spiel beim WSV Vorwärts Ludwigshafen III selbst um Silber gebracht hatte. Zum Saisonabschluss konnte man sich rehabilitieren und brachte dem damals schon als Meister feststehenden SC Neustadt II die einzige Saisonniederlage bei. Dass der KSK nicht nur deswegen am Sonntag auf einen topmotivierten Gegner treffen wird, ist im Lager der Krokodile allen bewusst. Die letzten Ergebnisse von der Weinstraße wirken furchteinflößend: Zweimal ist die Bundesliga-Reserve in der neuen Runde ins Wasser gesprungen und konnte dabei zwei eindrucksvolle Siege einfahren. Der dezimiert in Neustadt angetretene SV Neunkirchen wurde mit 30:6 förmlich aus dem Becken geschossen, und auch dem Vorjahresvierten WSV Ludwigshafen III erging es beim 23:12 nur unwesentlich besser. So grüßt der SCN II von der Tabellenspitze. Speziell zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ist zu erwarten, dass Neustadt mit dem stärksten Kader antreten wird, denn den im Sommer erstmals seit zehn Jahren wieder errungenen Oberliga-Meister-Titel möchte der SC unbedingt verteidigen. Was für den KSK spricht, ist die gute Heimbilanz: Die letzte Niederlage in Kaiserslautern datiert vom April 2013 – eine Serie, die die Lauterer nur allzu gerne weiter ausbauen würden. (sts)

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