Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Die Akkus sind leer beim Nachwuchsteam des TuS

 20:28 unterlag der TuS II am Sonntag der HSG Worms. Am Ball Tobias Kurz vom TuS Dansenberg.
20:28 unterlag der TuS II am Sonntag der HSG Worms. Am Ball Tobias Kurz vom TuS Dansenberg.

Zum Abschluss der Englischen Woche gastiert Handball-Oberligist TuS Dansenberg II am Freitag (20 Uhr/Westpfalzhalle) bei der VTZ Saarpfalz. Bei den vom Abstieg bedrohten Zweibrückern gilt es nach der jüngsten 17:31-Klatsche beim TV Nieder-Olm in allen Bereichen den Schalter umzulegen. Es droht die fünfte Niederlage in Folge.

Dass die Perspektivmannschaft des ambitionierten Drittligisten seit Wochen personell auf dem Zahnfleisch geht, dürfte inzwischen bekannt sein. Obwohl sie sechs Plätze über den Zweibrückern stehen, gehen die Barbarossastädter diesmal nur als Außenseiter in das Westpfalz-Derby. Der Trend spricht aktuell ganz klar gegen die Schwarz-Weißen, die in der Rückrunde bislang nur noch selten an ihre starken Leistungen aus der ersten Jahreshälfte anknüpfen konnten. Aus den vergangenen neun Spielen holte die Wächter-Sieben nur noch einen Sieg und ließ dabei im Schnitt knapp über 32 Gegentore zu. „Aktuell läuft gar nichts zusammen. Wir waren in den letzten beiden Spielen chancenlos. Wir kommen nicht mehr in unser gutes Tempospiel rein und im Positionsangriff sind wir körperlich zu unterlegen“, räumt Sebastian Wächter ein.

Personalsorgen

Sein Team stellte sich zuletzt quasi von alleine auf. Die jungen Spieler, die zwischen A-Jugend und zweiter Mannschaft pendeln, teilweise aber auch schon im Drittligakader standen, bekommen die Mehrfachbelastung mit jedem Tag mehr zu spüren. Die Akkus sind leer. Hinzu kommt, dass eine Saison mit 30 Spieltagen für eine Amateurmannschaft nach zwei Jahren Wettkampfpause sehr ambitioniert ist. „Manche Spieler haben jetzt schon über 40 Spiele in den Knochen, das merkt man so langsam. Aber ich will die Jungs auch nicht zu sehr in Schutz nehmen, denn die Bereitschaft dazu, Abwehr zu spielen, muss immer vorhanden sein“, stellt Wächter klar.

Dass der Mannschaft spätestens seit dem Ausfall von Routinier Alexey Wetz ein Führungsspieler fehlt, an dem sie sich in schweren Phasen aufrichten kann, macht die Sache nicht einfacher. Linksaußen Philipp Becker und Maximilian Dettinger machten zuletzt mit guten Leistungen auf sich aufmerksam, den Abwärtstrend ihrer Mannschaft stoppen konnten sie aber nicht. „Trotz aller Enttäuschung müssen wir die letzten drei Spiele jetzt irgendwie rumbekommen, bevor es in die verdiente Pause geht“, sehnt der Trainer das Ende der Saison herbei. Ein einstelliger Tabellenplatz dürfte ihm und seiner Mannschaft trotz der aktuellen Krise sicher sein.

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