Kaiserslautern DGB-Chef Detjen macht nur noch IG Metall

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Michael Detjen, der langjährige Geschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in der Westpfalz, hört zum Monatsende auf. Auf Anfrage der RHEINPFALZ bestätigte er gestern, dass er sich ganz auf seine Tätigkeit bei der IG Metall konzentrieren will – aber auch das nur noch begrenzte Zeit.

Detjen

, der den DGB Westpfalz seit 1994 führt, hatte seit sieben Jahren in Personalunion auch das Amt des Ersten Bevollmächtigten der IG Metall Kaiserslautern inne. „Das war ein Experiment, um beide Organisationen auch finanziell ein wenig zu entlasten. Doch als Fazit muss man sagen, dass die Tätigkeitsfelder, die Inhalte und die Zielgruppen zu unterschiedlich sind.“ Für beide Aufgaben brauche man eigentlich die vollen 100 Prozent. „Ich bin aber inzwischen auch in einem Alter, wo ich das nicht mehr kann und will. Und man muss mal den Weg für Jüngere freimachen“, sagt der Gewerkschafter, der im April 59 Jahre alt wird. Hinzu kommt: Beim DGB Westpfalz hat sich in den vergangenen Jahren der Trend umgekehrt und es werden wieder mehr Mitglieder. Seit März 2016 beispielsweise seien es 200 Mitglieder mehr geworden, sagt Detjen. Steigende Mitgliederzahlen bedeuten auch mehr Arbeit – daher wird das Regionalbüro in Kaiserslautern auch künftig wieder mit drei statt den bisher nur 2,5 Vollzeitstellen ausgestattet sein. Rund 50.000 Beschäftigte in der Westpfalz sind in den Mitgliedsgewerkschaften des DGB organisiert, sagt Detjen. Die Führung des westpfälzischen DGB wird künftig voraussichtlich Marcel Divivier-Schulz übernehmen, der schon in den vergangenen Jahren mit Detjen zusammengearbeitet hat. „Das hat er sehr gut gemacht, das ist ein pfiffiger junger Mann“, lobt Detjen. Allerdings ist Divivier-Schulz noch nicht offiziell bestellt. Er wird das Amt nach Lage der Dinge ab 1. Mai zunächst kommissarisch übernehmen. Detjen war am 15. April 1992 als politischer Sekretär in die Dienste des Gewerkschaftsbunds getreten – in Pirmasens, wo er wenig später den Vorsitz übernahm; heute ist das die Geschäftsführerfunktion. 1994 fusionierten die beiden DGB-Organisationen in der Westpfalz und Detjen kam im Zuge der Fusion nach Kaiserslautern. Nun, nach 25 Jahren, scheidet er aus, wird ab 1. April nur noch für die IG Metall Kaiserslautern tätig sein, die in der Region rund 9000 Mitglieder betreut. Doch auch hier sieht Detjen das Ende seiner Tätigkeit. Innerhalb der nächsten zwölf Monate will er in Altersteilzeit gehen. Womöglich aber hört er – zwangsläufig – schon früher auf. Denn Detjen ist B-Kandidat der Europaabgeordneten Jutta Steinruck. Die aber kandidiert bei der Ludwigshafener OB-Wahl im September. Gewinnt sie, geht Detjen nach Straßburg statt in die Rente.

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