Basketball RHEINPFALZ Plus Artikel Derbysieg – und das Saisonziel ist für die FCK-Herren gebongt

Im Hinspiel gegen den TV Bad Bergzabern blieb er unter seinen Möglichkeiten: FCK-Topscorer Waldemar Nap.
Im Hinspiel gegen den TV Bad Bergzabern blieb er unter seinen Möglichkeiten: FCK-Topscorer Waldemar Nap.

Mit einem Erfolg beim TV Bad Bergzabern wollen die Korbjäger des 1. FCK die Sache mit dem Klassenverbleib klarmachen. Sie treffen auf einen angeschlagenen Gegner.

Kaiserslautern. Am Samstag kommt es in der Zweiten Basketball-Regionalliga zum mit Spannung erwarteten Pfalz-Derby zwischen dem gastgebenden TV Bad Bergzabern und dem 1. FC Kaiserslautern (18 Uhr/Verbandsgemeindehalle).

Aktuell steht der FCK auf Rang vier, der Vorsprung auf die Abstiegszone beträgt zehn Punkte. Während die Barbarossastädter ihr Saisonziel Klassenverbleib damit fest im Blick haben, stehen die Südpfälzer als Tabellenachter unter Zugzwang. Im Hinspiel gaben beide Teams von Beginn an Vollgas, doch schon früh setzte sich der Favorit aus der Westpfalz ab. Die Rot-Weißen trafen noch besser als die Gäste und entschieden das erste Viertel mit 29:21 für sich. Diese Führung gaben sie im weiteren Verlauf nicht mehr aus der Hand.

Starke Mannschaftsleistung im Hinspiel

Auffällig war dabei vor allem die Gesamtleistung der Roten Teufel. Dass Topscorer Waldemar Nap unter seinen Möglichkeiten blieb, fiel dank einer starken Mannschaftsleistung nicht ins Gewicht. Gleich zehn Spieler trugen sich in die Scorerliste ein, neben Nap trafen auch Gergely Hosszu (16), Malik Pugh (14) und Max Herzog (11) zweistellig. Aufseiten der Gäste waren die besten Werfer Jeremy Black (16), Jan Wroblewski (15) und Viktor Reimisch (14).

Bis zur Halbzeit zogen die Gastgeber weiter weg: 49:36 lautete der Spielstand zur Pause. In der zweiten Hälfte dominierte der FCK weiterhin, profitierte von starker Defensivarbeit und hoher Trefferquote von außen – insgesamt zwölf verwandelte Dreier zeigten die Vielseitigkeit des Teams. Hinzu kam eine engagierte defensive Leistung von Max Herzog, der insbesondere in der Verteidigung gegen Jeremy Black einen starken Job machte und ihn nie in den gewohnten Rhythmus kommen ließ – ein Schlüsselmoment des Derbys. Mitte des dritten Viertels zog Kaiserslautern auf 59:44 davon und siegte verdient.

„Das Spiel hat deutlich gezeigt, dass die defensive Einstellung das A und O in dieser Liga ist. Wir waren sehr aggressiv und haben den Gegner nie ins Laufen kommen lassen. In der Phase, in der Bad Bergzabern kurz noch einmal die Chance hatte, etwas heranzukommen, haben wir es richtig gut gemacht, auch weil wir gut von außen getroffen haben“, so nach der Partie Jan Christmann, dessen Team insgesamt zwölf Dreier erzielte.

Mit Teamdisziplin zum Erfolg

Während der FCK mit einem Derbyerfolg seine Position in der Spitzengruppe festigen will, braucht Bad Bergzabern dringend Punkte im Abstiegskampf. Der Vorsprung auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz beträgt nur zwei Punkte und könnte im Fall einer Niederlage bereits aufgebraucht sein. Das Hinspiel zeigte, wie entscheidend Teamdisziplin, defensive Intensität und Treffsicherheit sein können – Faktoren, die auch am Samstag in der Verbandsgemeindehalle wieder im Mittelpunkt stehen werden. Bad Bergzabern gewann seit Ende November dreimal hintereinander, musste sich zuletzt jedoch zweimal in Folge geschlagen geben. Besonders bitter war dabei aus Sicht der Kurstädter die 89:93-Niederlage im Kellerduell beim Vorletzten Gießen.

„Realistisch betrachtet brauchen wir aus den restlichen acht Spielen noch einen Sieg, um unser Saisonziel zu erreichen“, mutmaßt Jan Christmann, dessen Team den Klassenverbleib mit einem Erfolg im Derby am Samstag so schon vorzeitig perfekt machen könnte.

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