Kaiserslautern Derbydramatik mit Elfmetern und Platzverweisen

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In einem kampfbetonten und dramatischen Derby hat sich der SV Miesau gestern beim FV Bruchmühlbach mit 2:1 (0:1) durchgesetzt. Die beiden B-Klasse-Mannschaften boten vor allem in der zweiten Halbzeit so ziemlich alles, was zum Duell zweier Lokalrivalen gehört.

Das mit Spannung erwartete Spiel war noch keine fünf Minuten alt, da bekamen die Zuschauer schon die erste Strafraumszene zu sehen. Der Miesauer Angreifer Waldemar Jung setzte sich auf der rechten Seite durch, passte quer in den gegnerischen Strafraum, wo aber sein Teamkollege Leonard Odesho aus kurzer Distanz den Ball am Tor vorbeisetzte. Wenig später bot sich auf der anderen Seite dem Heimteam die Chance zum frühen Führungstreffer. Der Miesauer Verteidiger Tibor Klein hatte den enteilten Sebastian Zimmermann im Strafraum von den Beinen geholt. Sofort zeigte der die Partie souverän leitende Schiedsrichter Ralf Strasser auf den weißen Punkt. Der Gefoulte führte den Strafstoß selbst aus, schoss aber knapp am linken Pfosten vorbei. Nach diesem spektakulären Auftakt verlor das Derby an Fahrt und Format. Das Heimteam spielte zwar aktiver, kam aber zu keinen zwingenden Chancen. Das änderte sich erst in der 38. Minute, als Alexander Rosert in den Miesauer Strafraum eindrang und dort von Marcus Doll zu Fall gebracht wurde. Wieder verhängte der Schiri einen Foulelfmeter. Diesmal trat aber nicht der Gefoulte an. Der Bruchmühlbacher Abwehrchef Mark Lauer legte sich den Ball zurecht und schoss ihn sicher zum 1:0 in den Miesauer Kasten (39. Minute). Wenig später hatte Andreas Landsberg das 2:0 auf dem Fuß, doch er scheiterte an dem starken Gästekeeper Felix Krück, der sich im zweiten Durchgang noch einige Male auszuzeichnen vermochte. Im Gegenzug vergab Stefan Rothe aus kurzer Entfernung den Ausgleich (44.). Direkt nach der Pause brachte der Miesauer Trainer Jochen Klein in Lukasz Burzynski einen neuen Angreifer ins Spiel. Ein guter Schachzug. So spielte Burzynski in der 47. Minute seinen Sturmpartner Jung an, der, am Boden liegend, den Ball irgendwie zum 1:1 in den Bruchmühlbacher Kasten stochert. Diese Szene kommentierte der Miesauer Coach später so: „Unser Plus war, dass wir gleich nach der Pause den Ausgleich erzielt haben.“ Das agile Angriffsduo Jung/Burzynski bekam die Bruchmühlbacher Abwehrreihe nicht in den Griff. Per Koproduktion besorgten die beiden den Siegtreffer zum 2:1 (69.). Dabei kam ihnen aber ein fataler Fehler des FVB-Schlussmanns Jan Wolf Mohr zupass. Der schlug die Kugel direkt zu dem vor dem Strafraum lauernden Burzynski. Der spielte den Ball sofort zu Jung, der sich diese Chance nicht nehmen ließ und eiskalt vollstreckte. Der Derbysieg der Gäste geriet aber noch in Gefahr, als sich Loris Dreißigacker nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot verabschiedete (75.). Als dann der hitzige und in der ersten Halbzeit bereits wegen Meckerns verwarnte Waldemar Jung mit Zimmermann aneinander geriet, zeigte der Unparteiische Jung Gelb-Rot (85.). So mussten die Miesauer im Schlussteil ihre knappe Führung mit zwei Mann weniger verteidigen. Nachdem sie das geschafft hatten, war ihr Jubel über den Derbysieg riesengroß. Enttäuscht zeigte sich hingegen der FVB-Trainer David Paulus. „Wir haben unsere Torchancen nicht genutzt“, resümierte er die vorletzte Saisonpartie und muss nun mit seinem Team weiter um den Klassenverbleib bangen.

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