Kaiserslautern Der unerklärliche Auswärtsfluch

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Nur eine Woche, nachdem der TuS Dansenberg aufgrund seiner Glanzleistung im Spitzenspiel gegen die VTZ Saarpfalz in den Himmel gelobt wurde, folgte für den Oberliga-Spitzenreiter beim Mittelfeldteam SG Saulheim das böse Erwachen. Das 28:30 (11:13) war bereits die dritte Auswärtsniederlage in Folge.

„Auswärts fühlen wir uns momentan nicht wohl, obwohl wir auch diesmal wieder super von unseren Fans unterstützt wurden“, rätselte TuS-Coach Marco Sliwa ob der latenten Auswärtsschwäche seiner Mannschaft, die ihrer Favoritenrolle nur bis zum Stand von 10:6 (15.) gerecht wurde. Mitte der zweiten Halbzeit war es vorbei mit der Dansenberger Herrlichkeit. Die Gäste sahen sich einem immer stärker werdenden Gegner konfrontiert, der sich auch durch die beiden Platzverweise gegen Bodo Bach (2.) und Julius Weber (25.) nicht aus dem Konzept bringen ließ. Die ohne ihre verletzt fehlenden Leistungsträger Mathias Konrad und Benjamin Venter sowie den aus privaten Gründen fehlenden Thomas Sterker in die Partie gegangenen Rheinhessen kämpften sich entschlossen ins Spiel zurück und verwandelten den Vier-Tore-Rückstand bis zur Halbzeit in eine 13:11 Führung (30.). Ausschlaggebend hierfür war eine sehr gute Torhüter- und Abwehrleistung der Saulheimer, die zwischen der 15. und der 30. Minute nur einen einzigen Treffer zuließen. Die Zuschauer in der stimmungsvollen Ritter-Hundt-Halle bekamen ein kampfbetontes Spiel zu sehen, in dem beide Mannschaften ordentlich zur Sache gingen. In Walldorf (9 Tore) und Lipp hatte die SG zwei glänzend aufgelegte Schützen in ihren Reihen, die im Spiel nach vorne die Akzente setzten. Beim TuS waren es vor allem Steffen Kiefer (7/2) und Xaris Mallios (5/1), die den gegnerischen Deckungsverbund auf Trab hielten. Die Zwischenstände (18:18/24:24/ 27:27) belegen, wie eng es in dem Spiel tatsächlich zuging. Am Ende hatten die Rheinhessen das bessere Ende für sich, weil sie einen Tick cleverer als der Spitzenreiter waren. „Die heutige Leistung ist für mich unerklärlich. Wir haben in der Abwehr kaum Zugriff bekommen, und unsere beiden Torhüter haben nur sechs oder sieben Bälle gehalten“, haderte TuS-Coach Marco Sliwa mit der schwachen Abwehrleistung seiner Mannschaft. Vieles sei eben Kopfsache, merkte er an. Die Köpfe seiner Truppe wieder frei zu bekommen, das wird in den kommenden Wochen seine Hauptaufgabe sein. Dass den teilweise überragenden Vorstellungen vor heimischer Kulisse nun bereits zum dritten Mal in Folge eine Auswärtsniederlage folgte, wirkt sich inzwischen auch tabellarisch aus. Dansenberg (31:9) führt die Tabelle zwar weiterhin an, die VTZ Saarpfalz und die HF Illtal (beide 30:10) sind aber bis auf einen Punkt herangerückt. Das nächste Ligaspiel steht am Samstag, 4. März, 20 Uhr, auf dem Programm. Dann trifft Dansenberg zuhause auf die HSG Kastellaun/Simmern. |kkm

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