Kaiserslautern
Der Porscheclub Pfalz-Kaiserslautern wird 40 Jahre alt
Weltweit gibt es Porscheclubs. Dem Dachverband Porscheclub Deutschland unterstehen 113 lokale Clubs. Die Idee entstand aus Marketinggründen, um Porschefahrer in deren jeweiliger Region miteinander zu vernetzen und an die Marke zu binden. Der Porscheclub Pfalz-Kaiserslautern wurde vor 40 Jahren, am 17. April 1986, von einem Verkäufer des Lautrer Porschezentrums, Rolf Johansen, gegründet. Der Dachverband hatte ihn dazu animiert, um die Vakanz im Raum Kaiserslautern zu füllen. Johansen wurde tätig und suchte nach Mitgliedern. Als solches muss man nicht zwingend selbst einen Porsche besitzen, aber auf einen Zugriff haben. So können auch Eheleute von Eigentümern Mitglieder werden. Seit Walter Schmitt vor sieben Jahren die Präsidentschaft des Vereins übernommen hat, ist die Anzahl der Mitglieder stark gestiegen. Vom Porscheclub Deutschland gab es sogar eine Auszeichnung für den stärksten Mitgliederzuwachs im Land. Mittlerweile gehören dem Pfälzer Club 75 Porschefahrer aus einem großen Einzugsgebiet an.
Rheinhessen, Alzey, Saarland, Vorderpfalz, Kuseler Raum sowie Stadt und Kreis Kaiserslautern bilden das Kerngebiet des Vereins, der kein eigenes Clubhaus hat. Dabei gibt es durchaus lokale Konkurrenz – auch in Pirmasens, Landau und Saarbrücken gibt es Porscheclubs.
„Ein Hobby, das man sich leisten wollen muss“
Die jüngsten Mitglieder sind Mitte 30, das älteste ist über 80 Jahre alt. Ob Handwerker, Arzt, Arbeiter oder Akademiker: Alle verbindet die Faszination Porsche. Dabei ist es egal, welches Modell man fährt. „Porsche ist Porsche“, sagt Katja Even, Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit. Ob Macan, Cayenne, Panamera, Cayman oder der ikonische 911er, ob Oldtimer oder Neuwagen: Im Lautrer Club sind Porsche aller Art vertreten. Die ältesten Fahrzeuge stammen aus den 60er Jahren, Baureihe 356.
Manche Clubmitglieder besitzen nur einen Porsche, andere haben zusätzlich ein Alltagsauto und benutzen den Porsche als Spaßauto. Wieder andere sind Sammler und haben mehrere Porsche. Schmitt betont, dass man keinesfalls schwerreich sein müsse, um Porsche zu fahren. „Ältere Modelle in gutem Zustand sind mittlerweile günstig zu bekommen“, sagt er. Even erklärt: „Es ist ein Hobby, das man sich leisten wollen muss. Viele haben sich das hart erarbeitet, gehen ihrer Leidenschaft nach, haben Spaß an diesen Autos, an der Marke.“
Immer wieder Ausfahrten
Kern des Vereinslebens sind die gemeinsamen Ausfahrten mit den Porsche. Zusätzlich zu Tagestouren in der Region kommen immer wieder mehrtägige Ausfahrten mit Übernachtungen – wie etwa im Oktober nach Luxemburg oder im Sommer nach Südtirol. Die Ideen für die Touren stammen dabei meist von einzelnen Mitgliedern, die sich dann auch als Organisatoren hervortun. Neben Hotel- und Restaurantbuchungen muss insbesondere die Strecke genau geplant werden, schließlich wollen die Porschefahrer nicht einfach nur über die Autobahn brettern. Eine szenische Route muss her. Die schöne Landschaft ist also wichtig. Obendrein muss die Strecke Fahrspaß bieten – möglichst wenige Ampeln, dafür aber einige Kurven. Das passende Restaurant für die Mittagspause darf natürlich auch nicht fehlen. „Fahrspaß, Geselligkeit, schöne Strecken, gutes Essen und gute Gespräche unter Freunden, darauf kommt es an“, erzählt Schmitt. Zudem gibt es auch gesonderte Ausfahrten für die älteren luftgekühlten Modelle, zuletzt etwa in den Schwarzwald. Im Winter gibt es keine Ausfahrten, dafür Treffen in der lokalen Gastronomie – beispielsweise die jährliche Weihnachtsfeier.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Fahrsicherheit der Mitglieder. Diese ist in der Satzung des Vereins verankert. Er organisiert regelmäßig Fahrsicherheitstrainings. Diese finden auf verschiedenen Strecken – etwa dem Nürburgring – statt und werden von hauptberuflichen Instrukteuren durchgeführt. Sie haben aber keinen motorsportlichen Zweck. Das betont Schmitt ausdrücklich: „Wir sind kein Motorsportclub.“
Jubiläumsfeier im Mai
Die Mitglieder unterstützen sich, teilen Tipps zu Pflege, Wartung und Reparatur der Fahrzeuge. „Wir haben auch Schrauber im Verein, die selbst an den Autos basteln. Dazu Leute, die seit über 40 Jahren Porsche Enthusiasten sind. Es wird jedem geholfen, wenn etwas ist. Wir finden immer eine Lösung im Club, das ist das Schöne daran“, erzählt Schmitt.
Der Porscheclub Pfalz-Kaiserslautern ist auch wohltätig. Er spendet jährlich an gemeinnützige Organisationen wie „alt - arm - allein“ oder an die Palliativstation des Westpfalzklinikums.
Die Jubiläumsfeier wird Anfang Mai stattfinden, die Planungen sind in vollem Gange.