Handball
Der Negativ-Lauf des TuS Dansenberg will nicht enden
Beim 27:32 (11:17) gegen Regionalliga-Spitzenreiter HV Vallendar startete der TuS Dansenberg am Samstagabend trotz lautstarker Unterstützung der rund 50 mitgereisten HVV-Fans, die mit Schwenkfahnen, Trommeln und Tröten für Heimspielatmosphäre sorgten, mutig in die Partie. Die Hausherren zeigten von Beginn an, dass sie dem haushohen Favoriten Paroli bieten wollten. Dansenberg ging durch einen Siebenmeter von Timo Holstein mit 2:1 (4.) in Front. Es sollte die erste und gleichzeitig letzte Führung an diesem Abend gewesen sein, da sich in der Folge erste Unsauberkeiten ins Dansenberger Spiel einschlichen.
Nach einem katastrophalen Fehlpass auf HVV-Ass Torben Waldgenbach verhinderte Michael Hoppe zunächst Schlimmeres und behielt auch kurz darauf im Eins-gegen-eins die Nerven. Der TuS-Keeper zeigte in der Anfangsphase mehrfach seine Klasse, war beim 2:3 (7.) dann allerdings machtlos. Dansenberg agierte im Abschluss zunehmend hektisch und fehlerhaft, blieb kämpferisch aber voll im Spiel. Die Partie war gleichermaßen zerfahren wie intensiv. Vallendar agierte mit einer offensiven 5:1-Deckung und nutzte Ballgewinne konsequent zu einfachen Gegenstoßtoren – 6:3 nach zwölf Minuten.
Schwächephase vor der Pause
Doch die Schwarz-Weißen antworteten: Ein Doppelschlag brachte den TuS auf 5:6 (14.) heran, was Vallendar zu einer frühen Auszeit zwang. Kurz darauf vergab Ben Kölsch nach schönem Zuspiel von Timo Holstein freistehend das mögliche 6:7. Dennoch blieb die Begegnung offen (8:8/21.). Eine kritische Phase leitete das 9:11 (24.) durch Jan Waldgenbach ein, verbunden mit einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Dansenbergs Spielmacher Kölsch. In Unterzahl hatte der TuS Glück, dass Vallendar mit einem Wurf aus der eigenen Hälfte das leere Tor verfehlte. Der HVV nutzte nun aber die Schwächephase des Tabellenneunten gnadenlos und lag zur Pause mit 17:11 (30.) in Front.
Die Sechs-Tore-Hypothek erwies sich für das Team von Trainer Theo Megalooikonomou als zu hoch, zumal Vallendar den zweiten Abschnitt mit einem 4:1-Lauf zum 21:12 (33.) eröffnete und somit früh die Vorentscheidung herbeiführte. Dass es zum sechsten Mal in Folge mehr als 30 Gegentore werden könnten, zeichnete sich beim Stand von 13:24 (39.) mehr als deutlich ab. Für Dansenberg konnte es fortan nur noch darum gehen, ein drohendes Debakel zu verhindern. Zumindest das gelang.
Zu spät das Torewerfen für sich entdeckt
Als die Schwarz-Weißen das Torewerfen für sich entdeckten, war der Zug jedoch längst abgefahren. Während sich Vallendar fortan im Auslassen von Großchancen übte, drehten die Hausherren noch mal auf. Marc-Philipp Becker steuerte drei Tore zu einem 4:1-Lauf bei und hatte somit großen Anteil daran, dass sein Team die Halle erhobenen Hauptes verlassen konnte. Mit zwei krachenden Rückraumtreffern deutete A-Jugendspieler Vincent Uben an, was hätte möglich sein können, wenn er schon von Beginn an so mutig und entschlossen zu Werke gegangen wäre wie in der Schlussphase. Beste TuS-Schützen beim Hinrundenabschluss waren Becker und Henry Hofmann mit je fünf Treffern. Nach der Hinrunde in der Regionalliga Südwest steht der TuS auf Rang neun. Weiter geht es am Samstag, 17. Januar um 20 Uhr mit einem Heimspiel gegen das abgeschlagene Schlusslicht SG Saulheim.