Kaiserslautern
Der junge Musiker und Produzent Dave Nellessen
Der Name des Künstlers mag vielen (noch) nicht allzu bekannt vorkommen. Das liegt vor allem daran, dass der 29-jährige Sänger, Gitarrist, Songwriter und Produzent bisher meist im Hintergrund diverser musikalischer Projekte agierte und erst seit relativ kurzer Zeit seine zahlreichen Talente auch in vorderster Reihe zeigt.
Das Leben mit und für die Musik begann für den in Kaiserslautern geborenen und nach wie vor hier lebenden Dave Nellessen schon als Kind: Im Alter von zwölf Jahren begeisterte er sich für die E-Gitarre, erlernte das Instrument von der Pike auf in der Lauterer Filiale der „Modern Music School“ (wo er später sogar noch eine Art Meisterkurs draufsetzte).
Schwerpunkt auf dem Produzieren
Mit gerade mal 17 wagt er sich ans Songwriting, spielt in der Rockband Voodoo Love und bildet zusammen mit Michael Rivera das Pop-Duo MDNR - was zur Unterzeichnung eines Vertrags beim Plattenlabel Kontor Records führt. Im Jahr 2020 schließlich agiert er zusammen mit Michael Rivera und Vincent Lee im Dance-Pop-Trio SGNTR.
Derweil entwickelt Dave Nellessen seine Talente weiter, konzentriert sich insbesondere auf die Produktion elektronischer Musik. Das ist inzwischen das kreative Hauptgebiet des jungen Künstlers, auf dem er seine aktuelle Arbeit als Solist aufbaut.
Vom ersten Gedanken bis zum letzten Ton
Er schreibt seine eigenen Lieder, etwa das stiltypische „Back to Blue“ und das in Ohr und Beine gehende „Be alright“; singt sie im Heimstudio ein; kombiniert Instrumente und Sounds am Computer; mischt, mastert, produziert alles vom ersten Gedanken bis zum letzten Ton des fertigen Titels.
Und die Songs können sich hören lassen. Es sind in sich ruhende, gut durchkomponierte, melodiöse Titel der eher zurückhaltend-poppigen Art, dennoch packend und mitziehend. Bei aller unterschwelligen Melancholie weisen sie stets „Good Vibrations“ auf - eine gekonnte Gratwanderung, die zusätzlich eine angenehme innere Spannung erzeugt. Das passt auch zum angestrebten „Soundtrack“ des (eigenen) Lebens, das sich ja gleichfalls entwickelt, fortschreitet und nie ohne Spannungen abläuft.
Rückblick auf dem Weg zur Reife
Es geht jetzt sogar noch ein gutes Stück weiter, denn zum runden Audioprodukt kommt neuerdings das Medium Video: die Filmproduktion zum jüngsten Release, dem ohrwurmverdächtigen „Be alright“.
Hierin geht es auch und gerade um den erwähnten Lebensrückblick und ums Erwachsenwerden: „It’s been a decade full of worry. / It’s been a while since 17./ I spent a decade in a hurry“, heißt es da. Und es geht eben auch um den Positivismus, der nie aus den Augen (und Ohren) gerät: „And even if it might feel like a lie sometimes/ Tell me that it’s gonna be alright“.
Musik zum Nachdenken und Nachfühlen
Das ist Musik zum Nachdenken und Nachfühlen, Musik für sich und für andere, die ähnlich denken und fühlen. Musik auch vom und für den Ort, an dem man aufgewachsen ist und den man nicht nur deswegen schätzt.
Für einen Lauterer ist es naheliegend, dazu Impressionen seiner Heimatstadt zu zeigen. Tatsächlich sieht man in dem knapp zweieinhalbminütigen Clip Szenen im und ums Rathaus-Restaurant samt großartigem Blick auf die Stadt. Dazu erscheinen typische Altstadtgebäude im Hintergrund (wenn man genau hinschaut) und ganz am Schluss das „Hardrock-Café“, in dem laut Filmhandlung eine Talent-Show stattfinden soll. Der danach eingeblendete Hinweis „To be continued“ lässt eine Fortsetzung erwarten.
Die kommt gewiss auch, wie Dave Nellessen im RHEINPFALZ-Gespräch ankündigt: in Form von weiteren Video-Veröffentlichungen und insbesondere mit dem Release seines ersten Albums „Like Yesterday“ noch in diesem Jahr.
Info
Aktuelle Titel von Dave Nellessen sind im Internetkanal Youtube gelistet und können über die üblichen Portale bezogen werden.
Näheres zum Künstler gibt es auf Instagram (instagram.com/davenellessenmusic).