Kaiserslautern Der überragende Bell Bell und der eiskalte Kinscher

Nach einer starken zweiten Halbzeit fuhren die Roten Teufel einen nicht unverdienten 4:2 (1:2)-Sieg beim FSV Mainz 05 ein. Damit belegt die Mannschaft von FCK-Coach Gunther Metz nach dem zehnten Spieltag in der A-Junioren-Bundesliga Süd/ Südwest den siebten Platz.
In einem hartumkämpften Derby waren die Gastgeber im ersten Durchgang die fußballerisch bessere Mannschaft und gingen in der 21. Minute durch einen Distanzschuss von Suat Serdar mit 1:0 in Front. Danach war die Partie geprägt von großer Intensität und wenig Strafraumszenen. Nach 36 Minuten gelang den Pfälzern durch den wieder genesenen Nils Seufert der Ausgleichstreffer. Vorausgegangen war ein kluger Pass von Erik Wekesser, der Seufert in der Mitte perfekt bediente. Allerdings währte die Freude über den Treffer nicht lange, denn Aaron Seydel traf nur 60 Sekunden später zur erneuten Führung der Hausherren. Wie schon beim 1:0, war es auch hier ein „Sonntagsschuss“ aus 30 Metern, der unhaltbar im FCK-Gehäuse einschlug. Mit diesem knappen Ergebnis ging es zunächst in die Pause. Nach dem Wechsel schalteten die Roten Teufel, allen voran Flügelspieler Leon Bell Bell, einen Gang hoch und erarbeiteten sich mehr Spielanteile. Folgerichtig erzielte Seufert nach starker Vorlage von Bell Bell in der 48. Minute das 2:2. Der 1. FC Kaiserslautern agierte nun noch zielstrebiger und setzte die Mainzer früh unter Druck. Nach einer Stunde wechselte U19-Übungsleiter Gunther Metz Dominik Kinscher ein und bewies damit ein „glückliches Händchen“, wie sich herausstellen sollte. Nur neun Minuten nach seiner Einwechslung markierte Kinscher den Treffer zum 3:2 (69.). Wiederum war Bell Bell der Initiator, nachdem er sich über links energisch durchgetankt und mit einem präzisen Pass Kinscher mustergültig in Szene gesetzt hatte. Kurz vor Schluss traf Kinscher mit seinem zweiten Tor zum vorentscheidenden 4:2. Und wie sollte es anders sein, war es auch diesmal der überragende Bell Bell, der Kinscher mit seinem Zuspiel auf die Reise schickte. Der blieb vor FSV-Keeper Denis Wieszolek eiskalt und vollendete in Torjägermarnier zum umjubelten Auswärtssieg. „Mainz war in der ersten Hälfte das aktivere Team und war verdient in Führung. Im zweiten Durchgang muss ich den Jungs ein Kompliment machen, da hat jeder Einzelne nochmal eine Schippe draufgelegt und sich für den enormen Aufwand belohnt. Ich glaube, am Ende ist der Sieg gegen eine starke Mainzer Truppe nicht unverdient. Es war eine Partie ohne große Torraumszenen, in der beide Teams durch hohe Effektivität in der Verwertung ihrer Chancen geglänzt haben. Wir sind überglücklich über die drei Punkte, wissen aber auch, dass wir immer noch einige Fehler gemacht haben und in Zukunft noch einiges an Arbeit vor uns liegt“, so Metz nach der Begegnung. Die nächste Partie für die Roten Teufel steht erst in zwei Wochen an, da in den kommenden Tagen Turniere beziehungsweise Spiele der DFB-Junioren stattfinden. Aus dem Kader der Pfälzer wurde Erik Wekesser von Guido Streichsbier für das Vier-Nationen-Turnier des U18-Nationalteams (13. bis 17. November) in der Türkei nominiert. „Das hat sich Erik durch seine konstant guten Leistungen in den letzten Monaten verdient. Ich hoffe, er kann einiges aus dieser Zeit mitnehmen und positive Erfahrungen für seinen weiteren Weg sammeln“, freute sich Metz riesig für seinen Schützling. (ülg)