Kaiserslautern Den Aufsteiger nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen

Es gibt Tage, da klappt einfach alles. Genau so einen Tag erwischten am Samstag die Handballer des TuS Dansenberg, die beim 31:15 (19:8) gegen den TV Bitburg einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einfuhren und ihre Serie auf vier gewonnene Spiele in Folge ausbauten.
Eine Woche vor dem wichtigen Spiel beim formstarken HSV Merzig/Hillbringen präsentierten sich die Westpfälzer in einer überragenden Verfassung und nahmen den Aufsteiger nach allen Regeln der Kunst auseinander. Es waren noch keine zehn Minuten gespielt, da lag der TuS bereits mit 6:0 in Front. Dansenberg ließ den Ball laufen, traf hochprozentig und hatte im gut aufgelegten Aleksandar Djordjic, der nach seinem unglücklichen Auftritt gegen Vallendar überraschend von Beginn an das Tor hütete, einen bärenstarken Rückhalt. „Ich wollte ihm die Chance geben zu zeigen, dass er es besser kann, was er mit 17 gehaltenen Bällen auch getan hat. Markus Seitz war nach seiner Einwechslung gegen Vallendar einer der Matchwinner, diesmal hat Aleksandar seine Sache sehr gut gemacht. Beide hängen sich im Training voll rein und spornen sich gegenseitig an. Daher verlasse ich mich bei der Aufstellung zumeist auf mein Bauchgefühl“, erläuterte Lauterns Trainer Kai Christmann, der mit der Taktik, sich nicht auf eine klare Nummer eins festzulegen, bislang gut gefahren ist. Bitburg biss sich an der dicht gestaffelten 6:0-Abwehr der Gastgeber die Zähne aus. Wenn es dennoch mal gefährlich wurde, war Djordjic zur Stelle. Dansenberg beherrschte seinen Kontrahenten nach Belieben und sorgte schon früh für klare Verhältnisse. TVB-Toptorjäger Pascal Wolff, seines Zeichens zweitbester Schütze der Liga, machte gegen die gut postierte TuS-Abwehr keinen Stich. Als der Goalgetter zwei Minuten vor Schluss seinen ersten und einzigen Treffer erzielte, war die Partie längst entschieden. „Es war heute nicht viel drin für Bitburg. Wir haben unser Spiel über 60 Minuten durchgezogen und mit großer Entschlossenheit gedeckt. Wenn wir so spielen wie heute, hat es jeder Gegner schwer, uns zu schlagen“, sah Christmann den Schlüssel zum Sieg in der homogenen Abwehrleistung seiner Truppe. Trotz der guten Mannschaftsleistung stach ein Spieler aus dem starken Kollektiv hervor: Olaf Neumann. Der Abwehrspezialist machte ein richtig gutes Spiel und krönte seine starke Leistung mit sieben Toren. „Olaf ist ein absoluter Teamplayer, brutal konstant und unheimlich wichtig für die Mannschaft. Es freut mich für ihn, dass er sich mit den Toren für eine starke Leistung auf seiner neuen Position am Kreis belohnt hat“, so der TuS-Coach. Dansenberg ließ trotz der komfortablen 19:8-Halbzeitführung keine Handbreit nach und spielte mit seinem konsternierten Gegner weiter Katz und Maus. Christmann nutzte die Gunst der Stunde, um Leistungsträger wie den angeschlagen in die Partie gegangenen Mirko Nikolic-Kajic zu schonen und Spielern wie Alex Schulze Praxis zu geben. Der 17-jährige A-Jugendspieler ist seit kurzem mit einem Doppelspielrecht ausgestattet und erzielte bei seinem Heimdebüt zwei Tore. „Alex macht sich gut und bringt alles mit, was man auf seiner Position braucht. Er ist sehr lernbereit, verfügt über eine enorme Sprungkraft und ist obendrein sehr schnell“, sagte Christmann über den talentierten Linksaußen aus dem eigenen Nachwuchs. Unter dem Strich stand ein auch in dieser Höhe verdienter Erfolg für die Lauterer, die nach dem vierten Sieg in Folge den Anschluss an die Spitzengruppe wiederhergestellt haben.