Kaiserslautern Den Atem im Nacken gespürt

Mit Tempo um die Kurve: Start für den Seewooglauf war an der Realschule plus.
Mit Tempo um die Kurve: Start für den Seewooglauf war an der Realschule plus.

Jonas Janzer und Janika Christmann von der Running-Abteilung des 1. FC Kaiserslautern liefen am Sonntag beim 3. Ramstein-Miesenbacher Seewooglauf über die 10 Kilometer bei optimalen Bedingungen auf das Siegertreppchen. Beim Jedermannlauf über 5 Kilometer holten sich Anna Kassel (SV Kottweiler Schwanden) und Marc Oliver Lutzi (1. FCK) die Siegerurkunden ab.

Gerhard Koch, der Abteilungsleiter der Laufabteilung beim FV Olympia Ramstein, musste am Sonntag etwas mit den Zähnen knirschen, da die Teilnehmerzahl deutlich hinter der der des vergangenen Jahres zurückblieb. „Wir hatten eigentlich frühzeitig den Lauf gemeldet, doch ist er bis heute nicht im Laufkalender aufgetaucht“, ärgerte er sich. „Dank der sozialen Medien und Vorberichte bekamen wir immerhin noch einige Nachmeldungen“, sagte er. Beim Hauptlauf standen 78 Zieleinläufer gegenüber den 146 aus dem Vorjahr auf der digitalen Ergebnisliste, die im Zielbereich live aktualisiert wurde und vor der sich die Läufer sammelten. „Es ist schade, dass ein so super organisierter Lauf, bei dem man sofort die Ergebnisse auf einem Bildschirm sehen kann, heute nur auf so wenige Läufer kam“, sagte Janzer, der mit dem Organisationsteam litt. In 38:43 Minuten bewältigte der Siegläufer die wellige Strecke mit ihren 100 Höhenmetern, hatte anfangs jedoch lange Zeit Maximilian Kries (Aero-Club-Pirmasens) im Nacken sitzen, der am Ende jedoch mit eineinhalb Minuten Abstand durchs Ziel lief. „Am Anfang habe ich erst einmal geguckt, was er so macht und für ein Tempo anschlägt. Irgendwann war dann aber sein Atem in meinem Nacken nicht mehr zu hören“, schilderte Janzer die Geschehnisse auf der Strecke. „Ich hab’ dann etwas Gas gegeben, da man durch die vielen Kurven nicht sicher sein kann, ob er nicht doch noch einmal kommt.“ Kries konnte im Zielbereich nur den Kopf über Janzer schütteln: „Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so schnell einen Berg runterrennen kann“, zog er den Hut. Bei den Frauen spulte Janika Christmann hingegen einsam ihr Tempo ab. Teamkollegin Karin Gries kam ganze vier Minuten später durchs Ziel. „Mit meiner Zeit bin ich heute sehr zufrieden“, meinte Christmann beim Blick auf die Uhr, auf der 46:38 Minuten aufleuchteten. „Es hat aber heute auch ganz schön wehgetan, da ich die letzte Zeit immer nur auf flachen Strecken oder der Bahn für einen flachen Zehner nächste Woche trainiert habe.“ Sie hatte dennoch ihren Spaß auf der Waldstrecke, auch wenn sie die Konkurrenz etwas vermisste und sich ganz auf ihr Tempogefühl verlassen musste.

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