Kaiserslautern Demo: Rund 80 Traktoren rollen durch die Stadt

Bereits 2019 haben Landwirte in Kaiserslautern demonstriert.
Bereits 2019 haben Landwirte in Kaiserslautern demonstriert.

Am Dienstagvormittag werden rund 80 Traktoren durch die Kaiserslauterer Innenstadt rollen. Mit der Protestfahrt demonstrieren Landwirte aus dem Donnersbergkreis sowie den Kreisen Kaiserslautern, Kusel und Südwestpfalz gegen die geplante Verabschiedung des Insektenschutzgesetzes im Bundeskabinett und gegen die geänderte Pflanzenschutz-Verordnung. Zur Demonstration aufgerufen haben der Bauern- und Winzerverband (BWV) Rheinland-Pfalz Süd und die Organisation „Land schafft Verbindung“ (LSV). Die Landwirte erwarten durch das Aktionsprogramm Insektenschutz gravierende Auswirkungen auf Betriebe aus Landwirtschaft, Wein- und Obstbau. Wie Lothar Ohliger, der Bezirksgeschäftsführer für die Nord- und Westpfalz des BWV, informiert, fürchten die Landwirte geringere Erträge, für die es dann keinen Ausgleich gebe. Die Waren müssten zudem mit Produkten aus anderen Ländern konkurrieren, in denen es diese Auflagen nicht gebe. Unter dem Motto „Wir können Insektenschutz besser!“ werben BWV und LSV daher für einen Kooperation von Landwirtschaft und Naturschutz.

Wegen Corona keine Kundgebung

Die Teilnehmer der Demo – die Veranstalter rechnen mit rund 80 Traktoren – treffen sich in der Von-Miller-Straße 13 auf dem Einsiedlerhof. Von dort geht es über den Opelkreisel zur Pariser Straße und weiter über Berliner-, Lauter-, Ludwig- und Mainzer Straße bis zum Hornbach-Baumarkt. Über Hilgardring, Altenwoog-, Fischer-, Lauter-, Berliner-, Reichswald-, Vogelwoog- und Merkurstraße fahren die Landwirte wieder zurück, ehe sich der Zug auflöst. Mit Blick auf die Corona-Vorgaben werde keine Kundgebung stattfinden. Auf den Schleppern sollten nur Personen aus einem Hausstand mitfahren.

Polizei rechnet mit Verkehrsbeeinträchtigungen

Die Polizei wird die etwa einstündige Fahrt mit Streifenwagen und Motorrädern begleiten. Laut Polizeisprecherin Diana Eilenz sind keine längeren Straßensperrungen geplant, sie rechnet aber damit, dass es in stark befahrenen Straßen zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen kann. Kurzfristig müssten die Begleitmotorräder womöglich auch Kreuzungen sperren.

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