Kaiserslautern Dem Tabellenführer die erste Niederlage beigebracht

Arm in Arm dem Ball hinterher: Bruchmühlbachs Josef Hindi (links) im Gleichschritt mit Philipp Feike (FC Queidersbach).
Arm in Arm dem Ball hinterher: Bruchmühlbachs Josef Hindi (links) im Gleichschritt mit Philipp Feike (FC Queidersbach).

«BRUCHMÜHLBACH-MIESAU.» Die SG Bruchmühlbach-Miesau brachte gestern Tabellenführer FC Queidersbach in der A-Klasse Kusel-Kaiserslautern die erste Niederlage bei. Beim 2:1 (0:1) gelang es den Gastgebern, das Spiel nach einem Pausenrückstand noch zu drehen.

„Es war der erwartet schwere Abnutzungskampf, in dem wir es nie geschafft haben, richtig ins Spiel zu kommen“, kommentierte Queidersbachs Spielertrainer Fabian Blanz die erste Pleite seiner Elf in der noch recht jungen Runde. Dabei erwischten die Gäste einen guten Start. Gleich zu Beginn verpassten Marius Gundall und Felix Burkhard die mögliche Führung. Es ging Schlag auf Schlag im Horst-Eckel-Stadion. Die Zuschauer sahen Torchancen im Minutentakt. Für Bruchmühlbach verpasste Lukas Müller die Führung nur knapp (4.). Im Gegenzug konnte SGB-Torhüter Florian Loew die Führung gegen Queidersbachs Aktivposten Felix Burkhard gerade noch verhindern (5.). Eine Minute später wurden die Gastgeber für ihr allzu sorgloses Deckungsverhalten aber bestraft. Burkhard leitete mit einer Art „Einwurfflanke“ in den Fünfmeterraum das Tor ein. Dort stand Jonas Böhr und köpfte zum 0:1 in den Winkel. Auch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte begegneten sich die Kontrahenten mit offenem Visier, losgelöst von taktischen Fesseln. Queidersbach hätte fast nachgelegt, doch Burkhard traf mit einem schulmäßigen Kopfball nach Böhrs Flanke nur den Pfosten (13.). Nach einer Viertelstunde fanden auch die mit Libero agierenden Gastgeber in die Partie. Florian Paulus und Kapitän Michael Dahl machten über links viel Betrieb und hebelten die Queidersbacher Deckung ein ums andere Mal aus. Ein Kopfball von Alexander Rosert ging nur knapp vorbei (17.). Queidersbachs Torwart Sasa Djordjevic zeigte gegen Tobias Link (19.) und Josef Hindi (25.) seine Klasse. Bruchmühlbach war ab Mitte des ersten Abschnitts gefährlicher. Erst zehn Minuten vor der Pause zeigten die Gäste wieder eine gute Kombination über mehrere Stationen. Müller zielte nach einem Böhr-Pass über das Tor (35.). In Minute 41 hatten die Gäste Glück. Ihr mit Abstand stärkster Offensivmann Felix Burkhard ließ sich genervt vom harten Spiel seines Gegenspielers zu einem Nachtreten hinreißen und hätte Rot sehen müssen. Die zweite Hälfte begann dann mit einem Paukenschlag. Bruchmühlbachs Rosert traf von der Strafraumgrenze nur die Latte (47.). Danach dominierten kurz die Gäste, ehe ein unnötiges Handspiel von Tobias Brummer im Strafraum zum Ausgleich führte. Josef Hindi verwandelte den Strafstoß zum 1:1 (57.). Danach wurde die Partie immer hektischer und ruppiger. Provokationen, böse Fouls und Rudelbildungen im Fünfminutentakt überforderten auch den Schiedsrichter. Hindis Kopfball holte Djordjevic noch aus dem Winkel (67.). Kurze Zeit später war er machtlos. Hindi flankte in die Mitte, und der Abwehrversuch von Queidersbachs Rechtsverteidiger Marius Ohnesorg geriet zur perfekten Vorlage für Tobias Link. Der netzte aus zehn Metern zum viel umjubelten 2:1-Siegtreffer ein (79.). Queidersbachs wütende Schlussoffensive brachte nichts mehr ein. „Wir haben Queidersbach in der ersten Hälfte zu viel Raum gelassen. Nach der Pause waren wir bissig und wollten den Sieg einfach mehr“, erklärte SG-Spielertrainer David Paulus. So Spielten Sie SG Bruchmühlbach-Miesau: Loew - David Paulus - Rosert (50. Fischer), Müller - Link, Seibel, Klein, Florian Paulus, Mc Curdy, Dahl - Hindi (91. Semar) FC Queidersbach: Djordjevic - Ohnesorg, Schneider, Feike, Peifer - Böhr, Müller, Blanz, Brummer - Gundall - Burkhard (68. Bauer) Tore: 0:1 Böhr (6.), 1:1 Hindi (57./Handelfmeter), 2:1 Link (79.) - Gelb-Rote Karte: Ohnesorg (85.) - Gelbe Karten: David Paulus, Rosert, Mc Curdy - Schneider, Feike, Blanz, Böhr, Burkhard - Beste Spieler: Florian Paulus, Link, Dahl, Hindi - Djordjevic, Müller, Böhr - Zuschauer: 170 - Schiedsrichter: Knauber (Lautenbach).

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