Kaiserslautern Debakel verhindert – aber viel Lehrgeld bezahlt

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Dank zweier ordentlicher Mittelviertel konnten die Wasserballer des Kaiserslauterer Schwimmsportklubs am Samstag im Spiel gegen den WSV Ludwigshafen II ein Debakel abwenden. Beim 5:16 (0:6/2:3/ 2:3/1:4) bekamen sie in puncto Effizienz und Umschaltspiel von den Rheinstädtern eine Lehrstunde erteilt.

Eine eigenartige Stimmung herrschte in der ersten Pause vor der Lauterer Bank. Beim Blick auf die Anzeigetafel leuchtete dem KSK ein beängstigendes 6:0 für die gastgebenden Ludwigshafener entgegen – was hochgerechnet auf die gesamten 32 Spielminuten eine 0:24 Packung bedeutet hätte. Andererseits war man sich im Lager der Krokodile aber auch einig, dass man bis dahin keineswegs um sechs Tore schlechter war. Hätten die Lauterer nur halb so viel Konsequenz beim Ausnutzen selbst kleinster Torchancen an den Tag gelegt wie der WSV, wäre ein viel knapperes Ergebnis locker drin gewesen. Doch das KSK-Team verschenkte nicht nur drei Überzahlspiele, sondern war auch im Normalangriff oft sehr unkonzentriert. Daraus resultierten immer wieder Konter der Rheinstädter, die sich beim Umschalten von Abwehr auf Angriff agiler zeigten als die Lauterer beim Einlegen des Rückwärtsgangs. Das wurde im zweiten Abschnitt deutlich besser. Der KSK konnte die Tempo-Gegenstöße der Gastgeber größtenteils unterbinden. Allerdings auf Kosten des eigenen Angriffsspiels. Trotzdem kamen die Krokodile, die im ersten Viertel auch zweimal am Gebälk des Ludwigshafener Gehäuses gescheitert waren, nun auch zu Erfolgserlebnissen. Ulf Feddecks Treffer in Überzahl und ein Centertor von Stefan Stranz reichten zwar nicht aus, um das zweite Viertel zu gewinnen, aber immerhin zogen die Lauterer lediglich mit 2:3 den Kürzeren. Nach dem Seitenwechsel offenbarten sich beim KSK die ersten konditionellen Mängel, die dünn besetzte Ersatzbank machte sich bemerkbar. Ludwigshafen konnte mit nur neun Akteuren zwar noch einen Spieler weniger aufweisen als die Lauterer, allerdings war fast durch die Reihe Zweitliga-Erfahrung am Start. Johannes Bröhl und Stefan Raspudic sorgten erneut für zwei Lauterer Treffer, aber die Gastgeber entschieden auch das dritte Viertel mit 3:2 für sich. Im Schlussabschnitt kamen die Rheinstädter dann wieder zu einigen Konterchancen, was dem Umstand geschuldet war, dass die Krokodile mit aller Macht auf ein besseres Ergebnis drängten und weit aufgerückt waren. Da Ludwigshafen aber immer häufiger an Frank Dick scheiterte, der auch bei einem Strafwurf Sieger blieb, hielt sich das letzte Viertelergebnis mit 1:4 (KSK-Treffer durch Johannes Bröhl) noch in erträglichen Grenzen. „Eigentlich waren wir heute gar nicht so schlecht, und diese Leistung hätte gegen viele andere Mannschaften in der Liga sicherlich auch zum Sieg gereicht – aber eben nicht gegen Ludwigshafen“, resümierte der Spielertrainer der Lautrer, Stefan Raspudic. (sts) So spielten sie Kaiserslauterer SK: Frank Dick (Tor), Ulf Feddeck (1 Treffer), Stefan Raspudic (1), Melanie Keller, Johannes Bröhl (2), Karsten Schöniger, Stefan Stranz (1), Anita Raspudic, Frederik Ramthun, Jens Feddeck.

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