100 Jahre Bau AG Das Königsviertel geht auf Oberbürgermeister Baumann zurück

Franz Xaver Baumann war lange Jahre Oberbürgermeister von Kaiserslautern – und Aufsichtsratsvorsitzender der Bau AG.
Franz Xaver Baumann war lange Jahre Oberbürgermeister von Kaiserslautern – und Aufsichtsratsvorsitzender der Bau AG.

Der Jurist und vormalige Staatsanwalt in München, Franz Xaver Baumann, war Mitbegründer der Bau AG. Er wurde am 18. August 1918 zum Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern gewählt. Im Jahr 1929 wurde er erneut auf zehn Jahre gewählt, verstarb jedoch am 10. Februar 1932 an den Folgen einer Hirnhautentzündung. In seiner Eigenschaft als Oberbürgermeister war er Aufsichtsratsvorsitzender Bau AG.

In Bau-AG-Archivakten gibt es Notizen, woraus die intensive Verbindung mit Hermann Hussong hervorgeht. Baumann schien, sozial engagiert, seine Position genutzt zu haben, um auch städtebauliche Ideen einzubringen. Im Jahr 1923 befolgte er den Befehl, der französischen Besatzung Möbel für deren Wohnungen zu liefern, nicht. Baumann wurde „über den Rhein ins Reich“ abgeschoben. Er kam am 23. September 1924 zurück.

In einem Nachruf schrieb die Pfälzischen Presse im Februar 1932: „Nach der Rückkehr aus der Verbannung begann in der Stadt eine weitere Periode des baulichen Auftriebes, die heute der Stadt ein vorteilhaftes Gepräge gibt (…) Unter seiner Amtszeit hat die Stadt trotz großer Schwierigkeiten ein anderes Gesicht bekommen.“ Das „vorteilhafte Gepräge“ bezieht sich unter anderem auf das während Baumanns Dienstzeit entstandene Wohnquartier auf den bis dahin freien Flächen westlich der Marienkirche, auf das heutige Königsviertel.

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