Kaiserslautern Das große Talent

Er stand vor einer großen Karriere: US-Schauspieler Anton Yelchin, dem breiten Publikum als junger Chechov in der neuen „Star Trek“-Kinoreihe bekannt. Am Sonntag starb er in Los Angeles bei einem Unfall. Sein Jeep, der seine Garagenzufahrt herabrollte, quetschte ihn zu Tode. Der Sohn russischer Einwanderer wurde nur 27 Jahre alt.
Mit verschmitztem Humor und Hang zur Selbstironie genügten Anton Yelchin in den „Star Trek“-Filmen wenige Szenen, um seine Figur des russischen Offiziers Chechov zu einem Liebling der Neuauflage werden zu lassen. Ungezähmte Energie, Lebensfreude und einen betont witzigen Akzent verlieh der selbst natürlich akzentfrei Englisch sprechende Schauspieler der Figur. Auch in seinen anderen Filmen blieb jeder seiner Auftritte in Erinnerung, selbst die kleinsten. Anton Yelchin hatte das gewisse Etwas, das man Leinwandpräsenz nennt. Und das Zeug ein großer seines Faches zu werden. Seine Eltern, beide Eiskunstläufer, waren in die USA ausgewandert, da sie sich als russische Juden in der Sowjetunion zunehmend diskriminiert fühlten. Über 60 Rollen spielte er in Film und Fernsehen. Schon mit elf Jahren hatte er eine tragende Rolle in „Milo“, ebenfalls 2001 spielt er mit Anthony Hopkins in „Hearts in Atlantis“. Dem Thrillergenre blieb er mit „Odd Thomas“ (2013) treu. 2006 agierte er in „Alpha Dog“, 2011 hatte er die Hauptrolle im Sundance-Gewinner „Like Crazy“. Fünf Filme hat Yelchin frisch abgedreht, die noch ins Kino kommen, darunter „Star Trek: Beyond“ (unser Foto stammt aus dem Film) bereits am 21 Juli. | (ütz/Foto: Paramount)