Handball
Das erste Duell zwischen Dansenberg und Großsachsen
Dansenberg geht nach dem Auftaktsieg beim HLZ Friesenheim/Hochdorf als vermeintlicher Favorit in das erste Heimspiel der Saison. Es ist das erste Duell beider Mannschaften in der dritthöchsten Spielklasse, die zuvor stets unterschiedlichen Staffeln zugeordnet waren. Auf Erfahrungswerte kann demnach keiner der beiden Trainer zurückgreifen, was bleibt, ist das Videostudium. Dansenbergs Trainer Kai Christmann warnt eindringlich davor, das Leistungsvermögen der Bergsträßer an der 23:31-Auftaktniederlage bei der SG Pforzheim/Eutingen festzumachen. „Großsachsen musste auf zwei wichtige Spieler verzichten und wurde kurz vor der Halbzeit durch eine Rote Karte geschwächt, bis dahin konnten sie das Spiel absolut offenhalten. Man sollte das Ergebnis daher nicht überbewerten, zumal es auswärts in dieser Liga immer unheimlich schwer ist. Wir sind weit davon entfernt, den Gegner zu unterschätzen. Dass wir das Spiel gewinnen wollen, steht natürlich dennoch außer Frage.“
26 Absteiger
Ein guter Saisonstart ist essenziell, denn sechs von zwölf Mannschaften innerhalb der Staffel landen am Ende der Saison in der Abstiegsrunde. Von den insgesamt 82 Drittligisten steigen 26 ab. Fast jede dritte Mannschaft wird sich in der kommenden Saison damit eine Klasse tiefer wiederfinden. In einer Liga, in der jeder jeden schlagen kann, darf man sich daher vor allem in eigener Halle keine Ausrutscher leisten. „Es geht für jede Mannschaft erst mal darum, so früh wie möglich die nötigen Punkte zu holen, um nicht hinten reinzurutschen. Ein guter Start ist daher extrem wichtig“, weiß Christmann.
Großsachsen verfügt über zwei treffsichere Außenspieler und hat in Mika Schüler einen starken Youngster in seinen Reihen. Der mit einem Doppelspielrecht für die TSG Friesenheim ausgestattete A-Jugendliche erzielte beim Saisonauftakt bemerkenswerte acht Treffer.
„Auf einem guten Weg“
„Abwehr ist Kampf, das muss man als Mannschaft rüberbringen. Die Feinabstimmung fehlt noch, aber wir sind auf einem guten Weg“, findet Christmann, der großen Wert auf eine stabile Deckung legt. Dass die zuweilen als zu brav geltenden Dansenberger auch mal dazwischenhauen können, stellten sie in Hochdorf unter Beweis. Am Ende standen acht Zeitstrafen und acht verursachte Strafwürfe zu Protokoll, von denen Keeper Kevin Klier drei entschärfte.
Mit Maximilian Hartz hat der TVG einen Spieler in seinen Reihen, der zu Beginn seiner Karriere das Trikot der Dansenberger trug. Dem Sohn des ehemaligen deutschen Nationalspielers Jürgen Hartz kommt als Spielmacher einer tragende Rolle zu. Der 1,89 Meter große Saarländer gilt als ein schneller und dynamischer Spieler, der seine Stärken in der Abwehr auf den Halbpositionen hat. Sein Wechsel von der HG Saarlouis nach Großsachsen hatte auch berufliche Gründe. Der gelernte Industriekaufmann kann hier nämlich den Leistungssport mit einem dualen Studium verbinden. Aktuell wird der 23-Jährige von einer Schulterverletzung geplagt, einem Einsatz an seiner alten Wirkungsstätte sollte dennoch nichts entgegenstehen.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Huber/Klier (Tor), Serwinski, Rose, Waldgenbach, Claussen, Egelhof, Guden, Dettinger, Rebelo, Schwenzer, Bösing, Röller, Kiefer.