Kaiserslautern RHEINPFALZ Plus Artikel Das Akustik-Duo „Lucky Random“ spielt im AmWebEnd

Ehrliche, einfache Nummern: Lucky Random aus Contwig.
Ehrliche, einfache Nummern: Lucky Random aus Contwig.

Hat da wer an der Uhr gedreht? Und die Zeit zurückgedreht? Denn die schlichte und durchschlagskräftige Musik des Duos Lucky Random aus Contwig hätte gut an die Lagerfeuer gepasst, die in den 1970ern im Pfälzer Wald brannten. Und an denen langhaarige Jeansjacken-Träger saßen und hofften, dass ihre Feten und ihre Zeltlager sie für langweilige Ausbildungen oder beliebig gewählte Studiengänge entschädigen würden.

Im Hauruck-Verfahren fetzten Tanja Werner und Hardy Herz ihre Schlichtmusik aus Rock, Blues, Folk oder Country herunter und erspielten sich die Herzen des Publikums erst mit der Zeit. Mit oft simplen, aber doch wirkungsvollen Arrangements von Gassenhauern wie „Whiskey In The Jar“, „Bad Moon Rising“ oder „Sweet Home Alabama“. Und so langsam, aber sicher breitete sich eine recht gelöste und entspannte Atmosphäre aus, in den verschiedenen Durchgangsräumen, auf die sich das Publikum ganz Corona-konform verteilte.

Denn das, was die Zwei, die schon einige Male in Lautern, in Mehlingen oder Otterberg aufgetreten sind, bieten, ist ganz einfach gute Unterhaltungsmusik. Die ja durchaus ihre Berechtigung hat und die dazu völlig ehrlich und ungeschönt von der Bühne kam. So mancher Titel wie etwa „Wish You Where Here“ geriet gar originell und voll überzeugend. Und das mit nur einer akustischen Gitarre und zwei Stimmen. Überhaupt erschien das Programm von Lucky Random sehr abwechslungsreich zwischen den Blues Brothers, Lynyrd Skynyrd, Tina Turner, den Beatles oder – Himmel hilf! – sogar Elvis Presley.

Selten sympathische Einstellung

An das WebEnd sind Werner und Herz über das Internet geraten. Sie betonen gegenüber der RHEINPFALZ, dass sie auch gerne an kleinen Veranstaltungsorten spielen. Ja mehr noch: Genau wie die hiesige Combo Pälzer Cantry Band unterstützen sie kleine Veranstalter durch gagenfreie Auftritte. „Wir haben immer von den Veranstaltern profitiert, die zur Zeit ja alle leiden“, meint Hardy Herz. Und weiter: „Da kann man ja auch mal was zurückgeben“. Eine eher seltene und sympathische Einstellung. Jedenfalls haben die beiden das kleine AmWebEnd schön aufgemischt und dem zufriedenen Publikum einen netten und heiteren Abend beschert.

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