Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dansenbergs neuer Coach: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader“

Umringt: der neue Trainer Frank Müller (hinten rechts) schart das Team um sich und gibt erste Anweisungen.
Umringt: der neue Trainer Frank Müller (hinten rechts) schart das Team um sich und gibt erste Anweisungen.

Handball-Drittligist TuS Dansenberg ist am Mittwoch mit einem neuen Trainer in die Saisonvorbereitung gestartet: Frank Müller. Der langjährige Co-Trainer der Eulen Ludwigshafen tritt in der Westpfalz seine erste Stelle als Cheftrainer an. Mit der im Vergleich zur Vorsaison auf vielen Positionen veränderten Mannschaft will der 35-Jährige nach eigenem Bekunden „oben mitspielen“.

Die Vorbereitung ist in zwei Phasen unterteilt. In den ersten vier Wochen geht es darum, die Grundlagen für eine hoffentlich lange Saison zu legen. Den beiden Erstplatzierten jeder Staffel winkt der Einzug in die Aufstiegsrunde. „Ein neuer Trainer bringt natürlich auch immer ein paar neue Ideen mit. Mir ist es wichtig, dass die Jungs von Beginn an wissen, welche Art Handball ich gerne spielen möchte“, erläutert Müller. Die Dritte Liga habe er auch während seiner Zeit in Ludwigshafen stets verfolgt. Sie habe sich in den vergangenen Jahren immer weiterentwickelt, die Leistungsdichte sei hoch. „Ich habe eine klare Vorstellung von einer 6:0-Abwehr und wie wir diese interpretieren wollen. Die 5:1-Deckung ist eine Alternative. Im Angriff bin ich sehr systemlastig. Systemtreue und Disziplin sind wichtig, um Fehler zu vermeiden“, stellt der Trainer klar.

Layenberger-Cup steigt

Erst einmal gehe es aber darum, die Grundlagen im läuferischen und im athletischen Bereich zu legen. Das Thema Belastungssteuerung ist Müller sehr wichtig. So stehen in der Regel drei bis fünf Einheiten pro Woche auf dem Programm, der Trainingsplan wird bei Bedarf angepasst. Im zweiten Teil der Vorbereitung steht der handballerische und taktische Feinschliff im Fokus. Hierfür sind im August zahlreiche Testspiele vorgesehen. Auch der „Layenberger-Cup“ wird nach coronabedingter Pause wieder stattfinden. Gespielt wird am 6. August, weitere Details sollen in Kürze folgen. Als Teilnehmer konnten die beiden Zweitligisten TV Großwallstadt und Grand Nancy (Frankreich) gewonnen werden. Das erste Pflichtspiel steht Ende August an, wenn der TuS Dansenberg in der ersten Runde um den DHB-Pokal in eigener Halle den eine Klasse höher spielenden HSC Coburg empfängt.

Die Staffel

In der Dritten Handball-Bundesliga gehen in der kommenden Spielzeit 68 Mannschaften an den Start. Diese sind auf insgesamt fünf Vorrundenstaffeln aufgeteilt. Zwei Staffeln werden mit jeweils 13 Mannschaften gespielt, drei Staffeln umfassen jeweils 14 Teams. Es gibt zwei Aufsteiger und bis zu 17 Absteiger. Der Saisonstart ist für Anfang September geplant. Gespielt wird in jeder Staffel mit einer Hin- und Rückrunde, wodurch jede Mannschaft mindestens 24 Partien absolvieren wird. Der TuS Dansenberg ist in der Südwest-Staffel. Dort warten unter anderem wieder spannende Derbys gegen die TSG Haßloch und Aufsteiger VTV Mundenheim auf die Schwarz-Weißen.

Das Personal

Mit der Verpflichtung von Gunnar Dietrich (36), der seinem Trainer von den Eulen Ludwigshafen in die Westpfalz gefolgt ist, ist Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt ein Transfercoup geglückt. Der Routinier soll in erster Linie die Abwehr vor dem neuen Torhüter-Duo Frederick Lüpke (26/Drittligist OHV Aurich) und Michel Fiedler (18/SC Magdeburg) stabilisieren. Die weiteren externen Neuzugänge sind Kreisläufer Michel Reitemann (TBV Lemgo) und Linkshänder Jonas Dambach (HSG Bieberau/Modau). Timo Holstein und Marco Holstein (Dansenberg II), die bereits mehrfach in der Dritten Liga zum Einsatz kamen, sind ab dieser Spielzeit fester Bestandteil des Kaders. Ein neuer Spielmacher soll bald präsentiert werden.

„Ich bin sehr zufrieden mit dem Kader. Die Spieler passen perfekt in meine Vorstellungen, wie ich Handball spielen lassen will“, betont Müller, der bereits seit Anfang Januar im Wort stand und daher in sämtliche Transferentscheidungen eingebunden war. Langjährige Leistungsträger wie Jan Claussen, Sebastian Bösing und Fabian Serwinski sind an Bord geblieben. Mit Robin Egelhof (Kreuzbandriss) wird im Laufe der Saison ein wichtiger Spieler zurückerwartet. Auch Linksaußen Felix Dettinger und Rückraumspieler Torben Waldgenbach haben in der Vergangenheit bereits mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht.

Die erste Laufrunde: Die Handballer machen sich fröhlich auf den Weg.
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