Handball
Dansenbergs erste Spiele nach der Trennung von Schmitt
Am Samstag fordert die erste Mannschaft auswärts den Tabellenfünften HSG Rodgau Nieder-Roden, während die zweite Mannschaft ins Saarland reist, wo sie es mit den heimstarken HF Illtal zu tun bekommt. TuS-Kapitän Sebastian Bösing betont, dass die Mannschaft den Fokus weiterhin auf das Sportliche legen müsse. Auch TuS-Trainer Thomas Weber macht das deutlich: „Wir konzentrieren uns auf unsere Arbeit.“
Starke „Baggerseepiraten“
Der Gegner aus dem Großraum Frankfurt ist für Weber kein Unbekannter. Durch seine langjährige Arbeit beim Hessischen Handballverband kennt er die „Baggerseepiraten“ bestens. „Es wird ein ganz schweres Spiel, in dem jeder Fehler hart bestraft wird. Wir müssen unsere technischen Fehler und Abschlussschwächen sehr gering halten, um eine Chance auf Punkte zu haben“, warnt Weber vor dem Vorjahresvierten, der mit Siegen gegen den Vorjahresdritten TV Gelnhausen und Vorjahresmeister HSG Hanau einen beeindruckenden Saisonstart hingelegt hat. Rodgau ist zudem sehr heimstark. Zuletzt besiegte die HSG die TSG Haßloch deutlich mit 40:28. Auch der TuS bekam diese Heimstärke im vergangenen Jahr zu spüren, als er in Nieder-Roden mit 29:15 unterging. Das Rückspiel in der Layenberger-Sporthalle endete mit einem leistungsgerechten 25:25-Unentschieden.
Besonders hervorzuheben bei den Baggerseepiraten sind Simon Brandt, der sich vor allem durch seine Eins-gegen-eins-Qualitäten auszeichnet, und Johannes von der Au, ein starker Rückraumspieler. Wobei das „nur zwei Beispiele aus einer sehr gut ausgebildeten Mannschaft sind“, wie Weber betont.
Vujovic fehlt wohl länger
Bei den Pfälzern sind die Vorzeichen derweil eher schlecht, der Kader ist dezimiert. Zu einigen Krankheitsfällen und Ausfällen aus privaten Gründen kommt die Verletzung von Leistungsträger Frano Vujovic, der voraussichtlich länger ausfallen wird. „Wir fahren als absoluter Underdog nach Nieder-Roden, wir haben nichts zu verlieren, wollen uns gut verkaufen und schauen, was geht“, beschreibt Bösing die Lage vor dem Spiel. Sollte der Mannschaft eine weitere Leistungssteigerung gelingen, werden die Westpfälzer aber auch in Rodgau nicht chancenlos sein. Der TuS-Fanbus startet am Samstag um 15.30 Uhr auf dem Dorfplatz in Dansenberg.
Max Mees und die Zebras
Nachdem das Perspektivteam am vergangenen Wochenende spielfrei hatte, gehen die Mannen von Coach Theodoros „Theo“ Megalooikonomou gut erholt ins Oberligaspiel gegen den Tabellenachten HF Illtal. Dennoch wird der Kader nicht vollzählig sein, Steffen Kiefer und Kapitän Niklas Jung fehlen aus privaten Gründen. Daher wird Co-Trainer Patrick Schulze wieder die Handballschuhe schnüren müssen, um im zu dünn besetzten Rückraum auszuhelfen.
Die Saarländer sind gut in die Saison gestartet, zur Verwunderung Schulzes, der den Vorjahreselften eher im Abstiegskampf verortet hatte. Stattdessen konnten die Zebras mit einem 44:34-Sieg gegen Nieder-Olm und Siegen über die Südpfalztiger und HB Mülheim-Urmitz Aufsehen erregen. Und sie rangen Aufstiegsaspirant Budenheim ein Unentschieden ab. Zuletzt unterlagen sie allerdings der HSG Eckbachtal. „Sie sind ganz schwer einzuschätzen“, findet Schulze. „Sie spielen eine sehr starke Abwehr und gehen mit viel Tempo nach vorne“. Der zentrale Akteur aufseiten der Illtaler, den es besonders zu beachten gilt, ist Max Mees, der insbesondere in der Offensive die Fäden der Handballfreunde zieht. „Ich nenne es gerne die Max-Mees-Show plus ein paar Illtaler Zebras“, kommentiert Schulze augenzwinkernd und fügt ernsthaft hinzu: „Wir fahren als klarer Außenseiter zu den lltalern, die sehr heimstark sind. Wir versuchen, lange mitzuhalten und sie zu ärgern.“ Anpfiff in der Hellberghalle in Eppelborn ist am Sonntag um 18 Uhr.