Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dansenberger Perspektivteam im Abstiegssog

Nuno Rebelo (links, hier noch im Trikot des TuS Dansenberg) kehrte mit Homburg an seine alte Wirkungsstätte zurück und überzeugt
Nuno Rebelo (links, hier noch im Trikot des TuS Dansenberg) kehrte mit Homburg an seine alte Wirkungsstätte zurück und überzeugte dort.

Im Saar-Pfalz-Derby der Handball-Oberliga musste sich der TuS Dansenberg II am Samstag dem ambitionierten TV Homburg erwartungsgemäß geschlagen geben. Während die Gäste nach dem 40:27 (20:13)-Erfolg weiter Richtung Meisterschaft marschieren, müssen die Schwarz-Weißen im Kampf um den Klassenerhalt jetzt schleunigst eine Schippe drauflegen.

Dass die sportliche Wiederauferstehung von Nuno Rebelo ausgerechnet an seiner alten Wirkungsstätte stattfand, passte in das aus Sicht der Homburger runde Bild eines nahezu perfekten Nachmittages. Der Linkshänder, dessen Vertrag nach einer durchwachsenen Saison bei der ersten Mannschaft des TuS Dansenberg vergangenes Jahr nicht verlängert wurde, schloss sich daraufhin dem TV Homburg an, wo er nach einer von Verletzungsproblemen geprägten Saison einen Neuanfang starten wollte. Das Verletzungspech blieb dem Portugiesen aber auch an seiner neuen Wirkungsstätte treu. Aufgrund von kleineren Wehwehchen konnte er nur unregelmäßig mit der Mannschaft trainieren und kam im bisherigen Saisonverlauf nur sporadisch zum Einsatz. An seiner alten Wirkungsstätte zeigte Rebelo nun, warum er vor Saisonbeginn als einer der Königstransfers der Saarländer galt. Rebelo erzielte acht Tore und war damit nach Ex-Nationalspieler Yves Kunkel (14) der erfolgreichste Schütze seiner Mannschaft. „Das war sehr wichtig für ihn, da er bislang verletzungsbedingt noch nicht so in die Saison gefunden hat“, betonte TVH-Coach Steffen Ecker, der mit Henning Huber einen weiteren ehemaligen Dansenberger zwischen die Pfosten beorderte. Huber spielte 60 Minuten durch, ohne dabei zu glänzen.

Nur einmal führt der TuS Dansenberg

Der TVH lag nach einem verwandelten Siebenmeter von Ben Kölsch mit 0:1 hinten. Es sollte jedoch die erste und letzte Führung der vom Abstieg bedrohten Gastgeber gewesen sein. Der TuS stellte nach dem frühen 3:8-Rückstand sein Kämpferherz unter Beweis, verkürzte auf 7:9 und 9:11 (19.). Mit fortschreitender Spieldauer wurde der Titelkandidat seiner Favoritenrolle dann immer besser gerecht und warf bis zur Pause eine deutliche Führung heraus (20:13/30.). Nach dem Seitenwechsel ließ der TVH nichts mehr anbrennen. „Es war aus unserer Sicht der erwartete Spielverlauf, wenn man als Tabellenführer beim Vorletzten antritt, auch wenn wir definitiv besser spielen können. Das Spiel ist irgendwann vor sich hingeplätschert, unser Ziel, deutlich über 30 Tore zu erzielen, haben wir dennoch erreicht“, bilanzierte Ecker.

Homburg zog bis zum Schlusspfiff von 29:22 über 36:24 auf 40:27 davon und feierte den achten Sieg im neunten Spiel. Beter Dansenberger Feldtorschütze war Routinier Christopher Seitz mit fünf Treffern. Für das Perspektivteam der Dansenberger stehen jetzt zwei richtungsweisende Spiele bei Schlusslicht HSG Nahe-Glan und dem oberen Tabellennachbarn HSG Worms auf dem Programm.

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