Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Dansenberg will seinen Ruf verteidigen

Kehrt im Trikot des Gegners an seine frühere Wirkungsstätte zurück: Luis Foege.
Kehrt im Trikot des Gegners an seine frühere Wirkungsstätte zurück: Luis Foege.

Nach dem Traumstart mit fünf Siegen in Folge hat sich zuletzt ein wenig Ernüchterung beim ambitionierten Handball-Drittligisten TuS Dansenberg breitgemacht. Der knappen Heimniederlage gegen die SG Leutershausen folgte eine deutliche Abfuhr bei den ungeschlagenen Rhein-Neckar Löwen II. Gegen Verfolger TSB Heilbronn-Horkheim steht die Mannschaft von Trainer Kai Christmann am Samstag (20 Uhr) in der Pflicht, wenn sie ihren Ruf als Spitzenteam nicht gefährden will.

„Die meisten Gegner zählen uns zum Favoritenkreis, dementsprechend treten die Mannschaften dann hier auch auf. In eigener Halle wollen wir natürlich zeigen, dass wir die bessere Mannschaft sind. Aber dazu muss die Einstellung stimmen, die Abwehr stehen und von Beginn an ein entsprechendes Tempo an den Tag gelegt werden“, stellt Christmann klar. Dass die Hunters den TuS Dansenberg mit einem Sieg von Rang zwei verdrängen könnten, beschäftigt den Trainer hingegen nicht: „Ich beschäftige mich nicht mit Was-wäre-wenn-Fragen. Wir haben genug damit zu tun, auf uns selbst zu schauen. Und da gilt es jetzt so schnell wie möglich den Schalter wieder umzulegen.“

Ein Drittel der Saison ist vorbei. Dansenberg steht auf Platz zwei, und damit auf einem Rang, der am Ende der Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigen würde. Eine weitere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen der Spitzenplätze dürfen sich die Schwarz-Weißen nicht leisten, der Vorsprung auf Rang vier beträgt nur einen Punkt.

Mehr investieren

„Wir wissen alle, dass wir unser Leistungsvermögen zuletzt nicht abgerufen haben. Es bringt jetzt aber nichts, zurückzuschauen. Die beiden Niederlagen waren natürlich ein Dämpfer, aber wenn wir eine Spitzenmannschaft sein wollen, müssen wir zeigen, dass wir auch mit solchen Rückschlägen umgehen können“, stellt Dansenbergs Kapitän Sebastian Bösing klar. „Es steht und fällt in dieser Klasse sehr viel mit der Abwehrleistung. Wir müssen dazu bereit sein, hier wieder mehr zu investieren“, fordert Christmann.

Auch Horkheim musste zuletzt (unerwartete) Rückschlage hinnehmen. Der Auswärtspleite bei der zuvor kriselnden TSG Haßloch folgte eine nicht minder überraschende Heimniederlage gegen die SG Pforzheim/Eutingen. Nun wollen beide Teams ihre Minikrise mit einem Sieg überwinden.

Wiedersehen mit Foege

Bei den Gästen steht mit Luis Foege ein talentierter Nachwuchsspieler im Aufgebot, der letztes Jahr noch das Trikot der Dansenberger trug. Der mit einem Zweitspielrecht für den Erstligisten TVB Stuttgart ausgestattete deutsche U21-Nationalspieler konnte sich in der Westpfalz nicht so recht durchsetzen und will nun in Horkheim den nächsten Schritt machen. „Luis kann auf Anhieb keinen Pierre Freudl oder Janik Zerweck ersetzen. Gemeinsam mit Oliver Hess und Luis Kuhnle soll er das Gespann im rechten Rückraum bilden, damit wir da breiter aufgestellt sind“, stellte TSB-Coach Michael Schweikardt bei der Vorstellung des 19-jährigen Außenspielers klar. Mit 26 Treffern zählt Foege bei den Hunters inzwischen zu den Leistungsträgern und ist im Rückraum gesetzt.

So spielen sie

TuS Dansenberg: Gercar/Huber, Rose, Waldgenbach, Serwinksi, Röller, Guden, Kiefer, Rebelo, Claussen, Bösing, Egelhof, Schwenzer.

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