Handball
Dansenberg kassiert dritte Niederlage in Folge
Trotz einer starken Aufholjagd in der zweiten Hälfte musste sich der TuS geschlagen geben und kassierte die dritte Niederlage in Folge. Das Spiel begann ausgeglichen. Nach fünf Minuten stand es 3:3, doch bereits in dieser Phase zeichnete sich ab, dass die Dansenberger Probleme hatten. Viele Fehler im Aufbau, unnötige Ballverluste und ungenaue Abschlüsse führten dazu, dass der TV Homburg sich absetzte. Beim Stand von 3:7 (10.) nahm der TuS seine erste Auszeit. Diese Maßnahme zeigte nur kurzzeitig Wirkung. Marco Holstein erzielte mit einem feinen Heber das 4:7, durch zwei Zeitstrafen gegen Christopher Seitz und Felix Dettinger bremsten sich die Gastgeber dann jedoch selbst wieder aus. Holstein vergab in doppelter Unterzahl eine Riesenchance und hatte Glück, dass Homburgs Keeper Henning Huber im Gegenzug am leeren Tor vorbeiwarf. Kurz darauf wurde Dansenbergs Frederik Bohm bei einem aussichtsreichen Gegenstoß von hinten am Trikot gehalten – eine unfaire Aktion, die aber ohne Zeitstrafe blieb. Marco Holstein wollte Verantwortung übernehmen, doch seine Abschlüsse verfehlten oft das Ziel, sodass der gegnerische Torwart kaum eingreifen musste. Ben Kölsch versuchte, die Offensive anzukurbeln, doch auch das reichte nicht, um den Rückstand zu verkürzen. Dem jungen Spielmacher glückte so gut wie nichts. Robin von Lauppert und Christopher Seitz hielten gegen die körperlich überlegenen Saarländer kämpferisch dagegen.
Schrittfehler auf dem Weg zum Tor
Das 6:10 in der 19. Minute wirkte wie ein Weckruf, doch Homburg antwortete prompt durch Robin Egelhof, der zum 6:11 (20.) traf. Holstein traf wenig später nur den Pfosten, und Seitz unterlief auf dem Weg zum leeren Tor ein Schrittfehler – der Gegenzug führte zum 6:12 (22. Minute). Homburg nutzte die Abschlussschwäche der Hausherren aus, die aus dem Spiel heraus vor der Pause nur sieben Tore zustande brachten, um auf 14:7 (26.) davonzuziehen und nahm eine komfortable Führung mit in den zweiten Abschnitt.
Der TuS startete engagierter in die zweite Hälfte, doch Homburg hielt die Gastgeber auf Distanz. In der 38. Minute setzte Hoppe Frederik Bohm in Szene, der auf 14:19 verkürzte. Als Marco Holstein kurz darauf das 16:20 erzielte, war der Knoten geplatzt, und die Aufholjagd begann. Als Marc Philipp Becker mit einem sehenswerten Dreher das 17:20 (42.) erzielte, schöpfte Dansenberg neue Hoffnung. Mit einem Gegenstoß von Christopher Seitz und einer starken Einzelleistung von Robin von Lauppert, der sich gegen die komplette Abwehr durchsetzte, erkämpfte sich der TuS den Anschlusstreffer zum 21:22 (46.) und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Doch Homburg zeigte sich nervenstark und riss das Spiel nach einer Auszeit wieder an sich. Trotz des unermüdlichen Einsatzes von Becker, von Lauppert und Holstein reichte es nicht, den Rückstand vollständig aufzuholen, auch wenn nach dem Siebenmeter von Simon Flesch zum 26:29 (56.) noch einmal kurzzeitig Hoffnung aufkam.
Mit Applaus verabschiedet
Der TuS zeigte in der zweiten Hälfte eine leidenschaftliche Aufholjagd, doch die schwache erste Halbzeit mit vielen Fehlern und vergebenen Chancen war am Ende nicht zu kompensieren. Homburg hingegen bewies Cleverness und sicherte sich verdient die Punkte. Die Fans des TuS honorierten dennoch den Kampfgeist ihrer Mannschaft und verabschiedeten sie mit Applaus. Bester Schütze war von Lauppert, der sieben Tore erzielte. „Drei Niederlagen in Folge sind natürlich bitter, aber wir sind eine junge Mannschaft, die aus ihren Fehlern muss“, stellte TuS-Coach Theo Megalooikonomou nach dem Spiel klar.