Handball
Dansenberg II gewinnt Kellerduell in der Oberliga
Die eigene Halle als Sieger zu verlassen, war TuS-Trainer Theo Megalooikonomou in dieser Spielzeit bislang noch nicht vergönnt gewesen. Als die Perspektivmannschaft des westpfälzischen Drittligisten ihren ersten Heimsieg einfuhr, stand noch Vorgänger Sebastian Wächter an der Seitenlinie. Das war am zweiten Spieltag beim 25:22 gegen die HSG Eckbachtal. Aus den folgenden elf Spielen holten die Schwarz-Weißen nur einen von möglichen 22 Punkten. Höchste Zeit also, den Heimfluch zu beenden, was gegen die HSG Nahe-Glan auch eindrucksvoll gelang.
„Gefühlt war heute halb Dansenberg in der Halle. Die Mannschaft stand schon beim Warmmachen unter Strom und wurde von den Rängen großartig unterstützt. Jeder wusste, worum es in diesem Spiel für uns geht“, betonte Co-Trainer Patrick Schulze, dessen Team im Fall einer Niederlage auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht wäre. Der Druck des Gewinnenmüssens war für beide Mannschaften gleichermaßen hoch.
Kölsch erzielt neun Tore
Die besseren Nerven hatte der TuS Dansenberg II, der im Hinspiel mit 24:30 noch klar das Nachsehen hatte. Die Mannschaft um Routinier Steffen Kiefer machte von Beginn an Druck und war im Spiel nach vorne nur sehr schwer auszurechen. Aus dem Spiel heraus erzielten fünf Spieler mindestens vier Treffer. Am häufigsten traf Ben Kölsch (9/4). Das Spiel war nur in der Anfangsphase offen (3:3/8.). Danach spielte nur noch eine Mannschaft: Dansenberg. Die Hausherren zogen bis zur Mitte der ersten Halbzeit mit einem 5:0-Lauf auf 8:3 (15.) davon und bauten ihre Führung bis zur Pause auf sechs Tore aus (18:12/30.).
Die Mannschaft blieb auch nach dem Seitenwechsel auf dem Gaspedal und ließ nicht den geringsten Zweifel daran aufkommen, wer die Halle als Sieger verlassen würde: 22:15, 25:18, 29:19 (48.). Der Rest war Formsache. „Das war Dansenberger Handball, wie man ihn kennt, mit sehr viel Leidenschaft und sehr viel Emotion. Genau das wollen die Zuschauer hier auch sehen“, stellte Schulze nach dem Kantersieg klar. Für die Stabilisierung der Abwehr sorgte unter anderem Marco Holstein, dessen Dienste sonst eine Liga höher gefragt sind. Da die Saison in der Dritten Liga bereits beendet ist, half der Rückraumspieler diesmal bei der zweiten Mannschaft aus und erzielte obendrein vier Treffer.
Am Sonntag bei der punktgleichen HSG Worms
„Wenn man jemanden aus dem starken Kollektiv hervorheben kann, dann war das Ben Kölsch. Er hat das Spiel in die Hand genommen. Ben hat nicht nur viele Tore erzielt, sondern auch seine Mitspieler hervorragend in Szene gesetzt“, unterstrich Schulze. Ein Sonderlob verdiente sich auch Philipp Becker, der HSG-Toptorschütze Heinrich Löwen fast über die komplette Spielzeit an die Kette legte und somit kaum zur Entfaltung kommen ließ. Für die Gäste war die hohe Niederlage doppelt bitter, da somit auch der direkte Vergleich verloren wurde. Für den TuS Dansenberg II steht am Sonntag (18 Uhr) gleich der nächste Abstiegsknaller auf dem Programm, wenn es zum punktgleichen Tabellenvorletzten HSG Worms geht.