Kaiserslautern Burgspiele: „Es fehlen 10 000 bis 15 000 Euro“

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Für die Spielgemeinschaft der Burgspiele Landstuhl war die Spielsaison mit dem Paul-Münch-Stück „Pfälzer im Schlaraffenland“ ganz und gar kein Schlaraffenland. Im Gespräch mit der RHEINPFALZ bilanzierte der Vorsitzende der Landstuhler Heimatfreunde und Leiter der Burgspiele, Frank Zimmer, die Saison, die kürzlich zu Ende ging.

„Uns fehlen 2000 Besucher und zwischen 10.000 und 15.000 Euro Einnahmen“, sagt Zimmer. Mit insgesamt rund 3000 Besuchern sei die diesjährige Spielzeit die am schlechtesten besuchte seit Jahren gewesen. Im Vorjahr hatten die Burgspiele über 5000 Besucher, im Schnitt seien es in den Vorjahren mindestens 4000 zahlende Gäste gewesen. „Das schlechte Wetter hat die Leute abgeschreckt. Außerdem hat auch die Fußball-WM uns schwer reingehauen“, konstatiert der Vorsitzende. Einmal seien während der WM nur elf, einmal 35 Zuschauer im Theater gewesen. „Die haben sich in den weiten Rängen mit einem Fassungsvermögen von 500 Zuschauern verloren“, so Zimmer. Schon die Premiere wurde durch ein Gewitter gebeutelt, so dass in der Pause abgebrochen werden musste. Auch die späten Ferien seien nicht gerade günstig gewesen. Nur ein einziges Wochenende sei gut ausgefallen. „Ende Juli war zum Glück mal schönes Wetter. Da hatten wir 600 Zuschauer“, sagt Zimmer. Dabei sei die Spielgemeinschaft auf das Geld angewiesen. Eine Produktion koste rund 30.000 Euro. Das ist eine ordentliche Summe für das Laientheater. Allein für die Rechte eines Stückes müsse es zwischen 3000 und 5000 Euro bezahlen. „Dieses Jahr haben wir auch investiert“, bilanziert der Vorsitzende. Neue Fenster und Türen wurden in der Burg eingebaut, Malerarbeiten geleistet. Der Aufbau der Tribüne durch eine Gerüstbaufirma koste immens viel Geld, auch die Werbung, die Kostüme. „Zum Glück haben wir eine tolle Theatergemeinschaft, von denen jeder nicht nur mit Herzblut spielt, sondern auch dort hilft, wo Not am Mann ist“, sagt Zimmer. „Das motiviert, weiterzumachen. Bleibt zu hoffen, dass Petrus 2015 mit uns ein Einsehen hat.“ (fk)

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