Spiel der Woche RHEINPFALZ Plus Artikel Bezirksligist VfR Kaiserslautern jagt unter Neu-Trainer Nicolay die ersten Punkte

Der VfR Kaiserslautern, hier Dominik-Pascal Schneider (links) im Spiel gegen Rockenhausen, bekommt es im Flutlichtspiel mit dem
Der VfR Kaiserslautern, hier Dominik-Pascal Schneider (links) im Spiel gegen Rockenhausen, bekommt es im Flutlichtspiel mit dem Tabellenzweiten der Bezirksliga, dem TuS Bedesbach-Patersbach, zu tun.

Zum Flutlichtspiel kommt am Freitagabend aber ausgerechnet die Mannschaft der Stunde, der TuS Bedesbach-Patersbach. Und die hat nach dem Spiel noch was Besonderes vor.

Das Bezirksliga-Duell zwischen dem VfR Kaiserslautern und dem TuS Bedesbach-Patersbach findet bereits am Freitag statt. Grund dafür war eine Bitte vonseiten des Kuseler Gastes. Nach der Flutlichtpartie, die um 20 Uhr auf dem Erbsenberg ausgetragen werden soll, wird eine sogenannte dritte Halbzeit in den städtischen Kneipen folgen. Der VfR stimmte dieser Bitte zu und fiebert dem Atmosphärenspiel entgegen.

Die beiden Kontrahenten könnten in kaum unterschiedlicheren Situationen stecken: Der TuS Bedesbach-Patersbach setzte vergangenen Sonntag seinen Lauf fort. Mit 4:1 siegte die Mannschaft unter der Leitung von Spielertrainer David Becker gegen Waldfischbach-Burgalben. Becker blickt positiv auf die Partie zurück. Seine Elf trat spielbestimmend auf und kontrollierte das Spiel über weite Strecken. Als Kritik räumte er ein, dass es an dem „Zwingendem“ gefehlt habe. Somit konnten sich die Waldfischbacher noch bis Mitte der zweiten Halbzeit mithalten. „Insgesamt bin ich zufrieden, eine Steigerung ist aber noch möglich“, beendete der Spielertrainer seinen Rückblick.

TuS-Team schon seit 13 Spielen ungeschlagen

Die Situation in Spitzentrio blieb nach dem vergangenen Spieltag unverändert, denn alle Aufstiegskandidaten waren erfolgreich. Trippstadt hat weiterhin vier Punkte mehr auf dem Konto und bleibt ein Plätzchen vor den „Bepas“. Die halten den Abstand zu den auf Rang drei lauernden FCK-Portugiesen aufrecht. Weiterhin beträgt dieser – wie die Distanz nach oben – vier Punkte.

Der TuS Bedesbach-Patersbach hat sich gegenüber den Startschwierigkeiten seit Mitte der Hinrunde enorm weiterentwickelt. Großen Anteil hat dabei der Spielertrainer selbst, der als Verteidiger die hinteren Reihen dicht hält und im Aufbauspiel nach vorne wesentlich beteiligt ist. „Es ist toll, wie er das Spiel von hinten mit aufzieht“, lobt ihn VfR-Trainer Moritz Nicolay. Seit 13 Spielen ist der TuS nun bereits ungeschlagen. Im punkto Aufstieg bleiben die „Blau-Weißen“ allerdings nüchtern. „Wir wollen unsere Spiele gewinnen“, erklärt Becker und führt weiter aus: „Alles weitere können wir nicht beeinflussen.“ Im Hinspiel siegte Beckers Mannschaft zu Hause mit 4:1 gegen den VfR. Doch eine Einschätzung der Erbsenberger fällt ihm nicht leicht. Denn deren Mannschaft hatte sich in der Winterpause enorm umgestellt. Dennoch tippt der TuS-Spielertrainer auf einen 1:0-Auswärtserfolg, der anschließend in der ein oder anderen Stadtkneipe gefeiert werden soll.

Erbsenberger nähern sich den ersten Zählern

Im Winter verließ Trainer Anisi Babak den VfR Kaiserslautern. Und mit ihm verließen 20 von insgesamt 23 aktiven Spielern der ersten Garde das sinkende Schiff. In der Vorsaison kickten die Erbsenberger noch in der Landesliga West – der Sturz hätte also kaum größer sein können. Doch Moritz Nicolay übernahm als Trainer der zweiten Mannschaft das Zepter und zog eine Vielzahl an Spielern aus der zweiten Garde, die in der A-Klasse spielt, mit hoch. Zudem verstärkte sich der VfR mit Tim Weißenborn, der ordentlich Bezirksliga-Erfahrung mitbrachte. „Es war klar, dass es nicht einfach werden würde“, weiß Nicolay. Der Großteil seiner Kicker hatte vor der Winterpause noch kein einziges Bezirksliga-Spiel bestritten.

Vier Bezirksliga-Partien haben die Erbsenberger seit dem Umbruch hinter sich. In allen Duellen ging der VfR zwar leer aus, jedoch ist eine enorme Entwicklung festzustellen. Im ersten Pflichtspiel unterlag Nicolays Truppe gegen Rockenhausen-Dörnbach noch recht deutlich mit 0:4. Danach wurde es besser. Gegen Kindsbach drehte der VfR einen 0:2-Rückstand auf 3:2 für sich – unterlag letztlich aber mit 3:4. Gegen die „Rowos“ verlor der VfR bitter mit 1:2. Und auch vergangene Woche fehlte es letztlich nur an Spielglück: Mit 1:2 unterlag der VfR in Rodalben. Ein Traumtor sowie ein Eigentor bescherten den Rodalbern dabei den Heimsieg.

VfR ist nach Umbruch durchaus wettbewerbsfähig

Eine Wettbewerbsunfähigkeit ist also nicht zu erkennen. Und dementsprechend möchte sich der VfR Kaiserslautern auch nicht verstecken, sondern das Ruder so schnell wie möglich rumreißen. Der Klassenverbleib ist das klare Ziel. Aktuell liegt der VfR elf Punkte vor dem rettenden Ufer. Somit stehen die Erbsenberger noch recht gefestigt da, müssen den Niederlagen-Trend aber schleunigst beenden.

„Die Jungs haben richtig Bock“, betont Nicolay, der auf die „Bepas“ große Stücke hält, gut gelaunt. „Die haben eine taktisch gut eingestellte Mannschaft, die körperlich sehr robust auftritt“, hält der Trainer fest. Trotzdem tippt er optimistisch auf ein 2:1. „Natürlich haben wir Respekt, wir möchten uns aber nicht verstecken“, sagt Nicolay.

David Becker (links), der Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbach, hofft auf einen Sieg im Flutlichtspiel beim VfR Kaisersla
David Becker (links), der Spielertrainer des TuS Bedesbach-Patersbach, hofft auf einen Sieg im Flutlichtspiel beim VfR Kaiserslautern.
x