Handball
Bewährungsprobe für die Neuen
Torben Waldgenbach (23), der sich den Platz am Regiepult mit Claussen hätte teilen sollen, muss verletzungsbedingt passen. Das Duell mit seinem Bruder Jan (21), der in Hochdorf unter Vertrag steht, fällt somit flach. „Wir wollen bei Torben kein Risiko eingehen und hoffen, dass er nächste Woche wieder ins Training einsteigen kann“, informiert Dansenbergs Teammanager Alexander Schmitt. Claussen, der eigentlich im linken Rückraum zu Hause ist, steht daher am Samstag im Fokus.
Dass der gebürtige Kieler dazu bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, steht außer Frage. Der 30-Jährige spielt seit 2017 für Dansenberg und war seither unter allen Trainern gesetzt. Auch unter dem neuen Coach Frank Müller ist er als Pass- und Ideengeber ein wichtiger Faktor.
Dieser hatte bei seiner ersten Stelle als Cheftrainer den größten Umbruch seit dem Aufstieg in die Dritte Handball-Bundesliga zu moderieren. Insgesamt galt es in der Vorbereitung sieben neue Spieler zu integrieren, darunter die beiden neuen Torhüter Michel Fiedler (19) und Frederick Lüpke (27).
Der mit dem harten Wurf
Den neuen Abwehrchef Gunnar Dietrich (36) kennt Müller aus seiner Zeit bei den Eulen Ludwigshafen, wo er in den letzten sechs Jahren als Co-Trainer unter Vertrag stand. Während Dietrich in erster Linie die Abwehr zusammenhalten soll, ist Jonas Dambach (23) vor allem im Spiel nach vorne gefragt. Dass der Neuzugang vom hessischen Drittligisten HSG Bieberau/Modau einen harten und präzisen Wurf hat, stellte er in der abgelaufenen Spielzeit als bester Feldtorschütze seiner Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis. Der Linkshänder soll das Vakuum auf der rechten Rückraumseite füllen, das durch die schwere Verletzung des abwehrstarken Robin Egelhof (Kreuzbandriss) entstanden ist.
Neu im Team ist auch Michel Reitemann (22), der sich den Job am Kreis mit Sebastian Bösing (28) teilen wird. Dass der Mannschaftskapitän dazu bereit ist, den Konkurrenzkampf anzunehmen, hat er bei der 22:28-Niederlage im DHB-Pokal gegen den ambitionierten Zweitligisten HSC Coburg eindrucksvoll unter Beweis gestellt: Mit fünf Toren avancierte der gebürtige Wormser im ersten Pflichtspiel zum besten Feldtorschützen.
Platz in der Spitzengruppe
„Nach dem sehr zufriedenstellenden Pokalspiel sollten wir genug Selbstvertrauen haben, um das erste Heimspiel erfolgreich zu gestalten. Ich denke wir gehen als Favorit ins Spiel, müssen dazu jedoch in allen Bereichen hundert Prozent geben. Ein guter Start in die Runde wäre sehr wichtig“, betont Schmitt. Als Saisonziel haben sich die Dansenberger einen Platz in der Spitzengruppe der 14-köpfigen Südwest-Staffel gesetzt.
Aus dem eigenen Talentschuppen sind Timo Holstein (22/Linksaußen) und Marco Holstein (23/Rückraum) seit dieser Saison fester Bestandteil der Drittligamannschaft. Den erfolgreichen Weg in die erste Mannschaft wollen auch Ben Kölsch (17) und Tobias Kurz (18) gehen. Die beiden Nachwuchsspieler gelten als große Talente und sollen behutsam aufgebaut werden.
So spielen sie
TuS Dansenberg: Lüpke/Reitemann (Tor), Bösing, Claussen, Dambach, Dietrich, Dettinger, Serwinski, M. Holstein, T. Holstein, Reitemann, Kurz, Kölsch.